Basel „Europa macht’s möglich“

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Infobest ist seit vielen Jahren Anlaufstelle für Menschen in der Grenzregion. Foto: Archiv

Die Oberrheinkonferenz feiert heute ihren 30. Geburtstag. Vor drei Jahrzehnten wurde der Grundstein gelegt, die trinationale Zusammenarbeit der Grenzregionen professionell zu organisieren.

Regio. Was am 22. Oktober 1975 mit der Unterzeichnung des Bonner Abkommens und der Einsetzung der deutsch-französisch-schweizerischen Regierungskommission als nationalem Dach begann, führte am 25. November 1991 durch den Zusammenschluss der beiden Regionalausschüsse im südlichen und nördlichen Oberrheingebiet zur Gründung der deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz (ORK).

Damit wurde der Grundstein gelegt, die trinationale Zusammenarbeit der Grenzregionen über den Rhein hinweg professionell aufzustellen und damit zu vertiefen, wie das Regierungspräsidium Freiburg mitteilt.

Mit Beteiligung der Fachverwaltungen der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, der Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Jura und Solothurn sowie den staatlichen und gebietskörperschaftlichen Behörden Frankreichs, der Collectivité européene d’Alsace und dem Conseil régional Grand Est hat sich die ORK in den vergangenen drei Jahrzehnten zum zentralen grenzüberschreitenden Informations- und Koordinationsgremium am Oberrhein entwickelt.

„Europa macht’s möglich, der Oberrhein macht es vor! Es ist beachtlich, was auf Grundlage der Arbeit der Oberrheinkonferenz in den vergangenen 30 Jahren für die Bürger am Oberrhein an praktischen Verbesserungen im Alltag erzielt wurde“, sagte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, die in diesem Jahr die Präsidentschaft der ORK innehat. Ohne die finanzielle Unterstützung der EU wäre dies nicht möglich gewesen. Beispielhaft nannte sie die Einrichtung der Informations- und Beratungsstellen „Infobest“, die seit den 1990er Jahren die erste Anlaufstelle für die Menschen vor Ort bei allen Fragen des täglichen Lebens in der Grenzregion seien.

Inzwischen sind im Rahmen der ORK rund 850 Projekte mit über 257 Millionen Euro auf den Weg gebracht worden, unter anderem die Tramlinien Straßburg-Kehl und Basel-Weil, die ArtRhena auf der Rheininsel bei Breisach, der grenzüberschreitende Museumspass sowie die Busverbindung zwischen Colmar und Breisach bis zum Ausbau der Bahnlinie.

„Die intensive Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich während der Covid-19 Pandemie, die Abkommen für grenzüberschreitende Hilfeleistung im Katastrophenschutz, der Einsatz für grenzüberschreitende Projekte im Bereich der nachhaltigen Mobilität sowie die Förderung des Sports und der Jugend zeigen eindrücklich, dass in den 30 Jahren der gemeinsame Lebens- und Wirtschaftsraum Oberrhein Realität geworden ist“, betonte Schäfer.

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