Basel Farbsymphonie über dem Rhein

Toni Kostic
 Foto: Fotos: Toni Kostic

Festivalstände mit Schweizer Fähnchen und ausgelassene Stimmung in der Innenstadt sowie an den Rheinufern. Basel feierte traditionsgemäß schon am Vorabend den Schweizer Nationalfeiertag wieder mit einem Feuerwerk auf dem Rhein.

Von Toni Kostic

Basel. Mehr als 100 000 Besucher feierten in Basel am Sonntagabend mit der Bundesfeier am Rhein in den Schweizer Nationalfeiertag hinein.

Vom Marktplatz, auf dem ein kleiner Rummelplatz aufgebaut war, zur Mittleren Brücke und weiter an beiden Rheinufern entlang erstreckten sich viele Stände, die die Menschen zum Verweilen einluden. Auf dem Rhein waren auch Attraktionen wie ein Feuerlöschboot und Vorführungen des Wasserskiclubs Basel zu sehen.

So saßen Familien, Pärchen und Gruppen Jugendlicher an Ständen in der Innenstadt und an den Ufern unter Schweizer Fähnchen-Girlanden, posierten für Selfies, unterhielten sich oder ließen sich von der Menge treiben.

Das kulinarische und musikalische Angebot war breit gefächert: Von Reggae-Klängen an Caipirinha- und Cocktailbars über Schlagerhocks mit Bier in Festivalbechern, Burgern und Currywurst hin zu Techno-Mixen und wummernden Bässen konnte sich jeder seinen Festivalabschnitt aussuchen.

Viele Besucher zeigten sich festlich gekleidet, andere wiederum, die sich von einer Abkühlung im Rhein auf dem Nachhauseweg befanden, schlenderten oberkörperfrei und in Badeshorts über die Rheinpromenade.

Jazz, Big Band-Klänge und Bootsrennen begeistern die Besucher

Unterdessen spielte an der Schifflände die FMB Big Band eine Auswahl an Jazz-Songs, während von der nächsten Straßenecke her die Castle Groove Festival Brass Band zu hören war.

Gespielt wurde im Gedränge der Fußgängerzone, so dass sich Passanten unweigerlich an den Musikgruppen vorbeischoben und Fahrradfahrer den Weg durch die Menge bahnten. Kinder tanzten, und viele Zuhörer wippten mit zum Swing der Melodien.

Dazwischen kam auch die Ansage des Schlagruderbootrennens. Zu diesem Wettkampf meldeten sich Freiwillige, die per Los in sieben Teams à vier Personen eingeteilt wurden. Sie mussten, erstmals in dieser Besetzung, die rund 800 Meter stromaufwärts in Richtung Wettsteinbrücke zurücklegen. Als Sieger ging das Team „Poulet“ hervor. Zum eigentlichen Höhepunkt der Bundesfeier strömten die Menschen auf die Wettstein-, die Mittlere und die Johanniterbrücke oder ergatterten sich auf der Münsterpfalz ein Plätzchen, wo sie dichtgedrängt das Feuerwerk erwarteten.

Schon eine Stunde zuvor gab es auf der Wettsteinbrücke keine Plätze mehr in direktem Sichtfeld. Einige Besucher saßen mehrere Stunden mit Campingstühlen am Ort ihrer Wahl und bekamen so einen heißbegehrten Aussichtspunkt, um sich das Feuerwerk in erster Reihe ansehen zu können.

Die Anspannung stieg, Einzelne konnten nicht warten und ließen an den Brückenenden und in der Stadt erste Raketen aufsteigen, bis auf den Basler Hauptbrücken die Lichter ausgeschaltet wurden. Über 16 Minuten lang stiegen von zwei Rheinschiffen aus Lichterfontänen und Leuchtkugeln in allen Farben auf, schlängelten sich helle Schweife in den Nachthimmel, um in blitzenden Tentakeln zu vergehen.

„Nach zwei Jahren ohne ein öffentliches Feuerwerk am Rhein war der Nachholbedarf dieses Jahr besonders groß. Das Publikum war begeistert“, bilanzierte Ernst Mutschler, Präsident des Vereins Bundesfeier am Rhein.

Die offizielle Feier anlässlich des Schweizer Nationalfeiertags fand am Montagabend auf dem Bruderholz mit offiziellem Beginn um 19.50 Uhr statt. Riehen feierte ebenfalls am Montag.

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