Basel Fotokunst vom Feinsten

Fotoarbeit: Gallery Thandiwe Muriu – Camo Foto: zVg

Basel - Die „photo basel“, die erste und einzige Fotokunstmesse der Schweiz, kehrt für ihre sechste Ausgabe ins Volkshaus Basel zurück. Die Messe findet vom 21. bis 26. September zeitgleich mit der renommierten Kunstmesse Art Basel statt.

Seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2015 hat die photo basel ihr Profil als bedeutendste Fotomesse im deutschsprachigen Raumgefestigt, heißt es in einer Mitteilung. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Fotografie immer mehr in den internationalen Museen etablieren können und bildet somit das zentrale Fundament in der jüngeren Kunstgeschichte.

„Wir möchten als Messe aktiv zu diesem Dialog beitragen und die Kunstfotografie mit all ihren verschiedenen Interessengruppen punktuell in Basel (während der Art Basel Woche) zusammenbringen“, schreiben die Veranstalter.

Nach der räumlichen Erweiterung im Jahr 2019 belegt die Messe im September erneut beide Etagen des Volkshauses Basel.

Die „photo basel“ begrüßt 40 internationale Aussteller aus 16 Nationen für die Septemberausgabe. Zu den neu hinzugekommenen Galerien in diesem Jahr gehören Robert Morat (Berlin), Migrant Bird Space (Berlin), Gowen Contemporary (Genf), Galerie 193 (Paris), Artco (Berlin, Aachen & Kapstadt), AKKA (Venedig & Dubai), ISSP (Riga),Gallery Bart (Amsterdam), Thierry Marlat (Paris).

Die „photo basel“ freut sich, für diese Ausgabe mit Audrey Hoareau als künstlerische Leiterin zusammenzuarbeiten. Als Spezialistin für Fotografie arbeitete Hoareau von 2003 bis 2016 als Sammlungsleiterin des Musée Nicéphore Niépce in Chalon-sur-Saône. Auch war sie maßgeblich an der Lancierung des Lianzhou-Museums für Fotografie in China beteiligt.

Kuratierte Sonderausstellungen

In diesem Jahr findet die dritte Auflage des Meisterkabinetts statt. Alle Vintageabzüge wurden von den teilnehmenden Galerien zur Verfügung gestellt und thematisch von Pauline Guex kuratiert. Im Fokus steht in diesem Jahr die Klangdimension der Fotografie.

Dem kürzlich verstorbenen Schweizer Fotografen Arnold Odermatt widmet die „photo basel“ eine kuratierte Sonderausstellung.

In Zusammenarbeit mit Samsung stellt die Messe erstmal ihr NFT Kabinett vor – diverse digitale fotografische Positionen, sind auf den auf Kunstwerken spezialisierten TV-Screens nicht nur zu bestaunen, sondern können ebenfalls mittels Cryptowährung käuflich erworben werden. Dieses NFT Kabinett soll als Beispiel dienen, wie eine moderne Messe auch als hybrid in der nahen Zukunft funktionieren könnte.

Extreme Überschwemmungen haben im vergangenen Juli Teile Deutschlands und Europas schwer erschüttert. Unvermeidlich hat es viele Geschäfte zerstört und machte auch vor Galerien und ihren jeweiligen Kunstlagern nicht halt. So auch im Fall der deutschen Galerie Artco (mit Galerien in Berlin, Aachen und Kapstadt).

Um zu zeigen, wie so genannte „geflutete Kunst“ aussieht, widmet die „photo basel“ dieser neuen Form der zerstörten Kunst einen kleinen Bereich und hofft, die Auswirkungen des Klimas auf verschiedene Aspekte unseres Lebens aufzeigen zu können.

Swiss Grand Award for Design 2021: Seit 2007 vergibt das Bundesamt für Kultur diesen prestigeträchtigen Preis. Unter den diesjährigen Gewinnern befindet sich auch der renommierte Schweizer Modefotograf Peter Knapp. Er wird während den offiziellen Messezeiten in einem eigens kreierten Fotostudio auf Wunsch analoge Porträts schießen.

Ein Teil des Gewinns fließt in die Unterstützung des Hochwasser-Kunstprojektes.   „photo basel“: 21. bis 26. September, Volkshaus, Infos: www.photo-basel.com

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