Basel Für eine Region der guten Nachbarn

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Staffelübergabe gelungen: Gaston Latscha, Tim Cuénod, Diana Stöcher, Präsidium des Districtsrats (vorne v.l.) und Thomas Zeller sowie Marion Dammann, Mitglieder des Präsidiums des TEB. Foto: zVg

Saint-Louis. Mit der Plenarversammlung des Districtrats des Trinationalen Eurodistrict Basel am vergangenen Freitag endete die Präsidentschaft des Bürgermeisters von Hésingue, Gaston Latscha. Neuer Präsident ist Tim Cuénod, Mitglied des Großen Rats des Kantons Basel-Stadt.

In seiner Amtszeit will Cuénod erreichen, dass der Districtsrat einen großen Beitrag dazu leistet, den TEB als Austausch- und Ideenplattform zu stärken. Im Districtsrat sollen vermehrt neue Ideen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit entwickelt werden – auch aufbauend auf der 2021 vom TEB durchgeführten Bürgerbeteiligung.

Wichtige Anliegen

Wichtige Anliegen sind ihm auch die Förderung von Begegnungsprojekten, um die trinationale Agglomeration zu einer „Region der guten Nachbarn“ zu machen. Der abtretende Präsident Gaston Latscha wurde von den Delegierten mit großem Applaus verabschiedet – gedankt wurde ihm insbesondere für sein Engagement im Rahmen der Entwicklung der Strategie 2030.

Auf der Tagesordnung der Sitzung standen zudem zwei Vorträge zum Umgang mit den Deponien der Abfallprodukte des Insektizids Lindan in der Grenzregion. Martin Forter, Geograf und Altlastenexperte, präsentierte eine Bestandsaufnahme der Deponien im Dreiländereck. Einen Überblick über den Umgang mit chemischen Abfällen in Frankreich gab Franck Moing, Projektleiter der Agence de l’environnement et de la maîtrise de l’énergie.

Als eines der politischen Gremien des Eurodistricts war der Districtsrat an der Erarbeitung der Strategie 2030 beteiligt. In der Plenarversammlung stellte Pia Gerzmann, Referentin für Projekte, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen, den Mitgliedern des Gremiums die Endfassung der Strategie 2030 vor. In seiner neuen Strategie definiert der TEB die Schwerpunktbereiche, in denen er in Zukunft wirken will: als Austauschplattform, als Förderer von Begegnungen in der Bevölkerung, als Interessenvertreter der Mitglieder in grenzüberschreitenden Belangen, und als Initiator und Koordinator von Projekten will der TEB die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg im Dreiland stärken.

„Erfolgreich können wir dabei nur sein, wenn wir die neue Tatkraft und Beharrlichkeit an den Tag legen – und beim TEB-Vorstand sowie Verantwortlichen in der Exekutive unserer Gebietskörperschaften auf offene Türen und offene Ohren stoßen“, erklärte der neue Präsident. Und weiter „Die zweite große Priorität sollte nach meiner Ansicht sein, dass wir es schaffen, unsere gemeinsame Wirtschafts- und Arbeitsmarktregion noch mehr auch zu einem gemeinsamen Lebensraum zu machen, in dem die Menschen nicht nur nebeneinander, sondern auch miteinander leben. Deswegen ist es so wichtig, Schüler- Kultur- und Sport-Austausche zu fördern.“

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