Basel Für mehr Klimaschutz sorgen

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Schwerpunktmäßig wird das Fernwärmenetz in der Freien Straße sowie in den Quartieren Wettstein und St. Alban/Gellert ausgebaut.Visualisierung: zVg Quelle: Unbekannt

Basel-Stadt investiert in die Modernisierung des Fernwärmenetzes. Zudem nimmt der Stadtkanton Geld in die Hand, um den Verkehr sicherer und die Stadt attraktiver zu machen. Am Freitag wurden die Pläne im Rahmen eines Mediengesprächs der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei wurde deutlich: Die Basler müssen sich auf viele Baustellen einstellen.

Basel (ov/wer). Das Fernwärmenetz in der Stadt Basel wird insbesondere im Wettsteinquartier ausgebaut. Die Gasleitungen werden schrittweise abgestellt. Das sind zwei der Bauprojekte, welche das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) vorgestellt hat. Schwerpunktmäßig wird das Fernwärmenetz rund um die Freie Straße sowie in den Quartieren Wettstein und St. Alban/Gellert ausgebaut. Die Wettsteinallee soll danach mit 110 Bäumen begrünt werden.

Wärmekunden verdoppeln

In den nächsten 15 Jahren will die IWB das Fernwärmenetz um 60 Kilometer erweitern und die Anzahl der Wärmekunden auf 12 000 verdoppeln. Dann könnte eine CO2-Reduktion von 70 000 Tonnen pro Jahr erreicht werden, sagte Kantonsingenieur Roger Reinauer.

Schrittweise wird in den kommenden 15 Jahren auch das Gasleitungsnetz in der Stadt abgestellt. Es werde auf die Länge nicht mehr möglich sein, mit Gas zu heizen oder zu kochen. Der Kanton finanziere die Umstellung auf andere Heizsysteme und den Ersatz der Gaskochherde.

Mit dem Umbau des Wielandplatzes beim Schützenmattpark werde am 10. Januar begonnen, sagten die Verantwortlichen des BVD. Es gebe „eine massive Verbesserung“ des Platzes. Auf der jetzigen „Asphalt-Wüste“ werde der Belag entfernt und mit Bäumen begrünt. Es entstehe ein Platz von „hoher Qualität“.

Viele Baustellen

Die genannten Projekte sowie Gleiserneuerungen der Tramschienen und Arbeiten an den Tramhaltestellen haben dieses Jahr wieder sehr viele Baustellen zur Folge, wie die Behördenvertreter sagten. Die Verantwortlichen betonten, alle Bauarbeiten seien zwischen BVD, IWB und BVB „abgesprochen“ und „koordiniert“.

Mit dem Ende zahlreicher Bauprojekte im neuen Jahr wollen die Basler Verkehrsbetriebe (BVB) den 2016 angekündigten Nachholbedarf bei der Erhaltung ihrer Gleisinfrastruktur abgebaut haben. Die Erneuerung der Infrastruktur müsse jedoch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden.

Für den Abschluss der Erneuerung Viertelkreis-Gundeli ist die Tramlinie 16 in der Gundeldingerstraße vom 10. Januar bis zum 17. Juni unterbrochen. Die Tramlinien 1, 8, 14 und 17 sind im Kleinbasel von April bis November jeweils kurzzeitig von der Erneuerung der Gleiskreuzungen Dreirosenbrücke betroffen, erklärten die BVB.

Neues Verbindungsgleis

Für einen Weichen- und Kreuzungsersatz am Aeschenplatz müssen die Tramlinien 3 und 14 im Oktober für zwei Wochen durch Busse ersetzt werden. Zeitgleich wird auch die Gleis-Abzweigung von der St. Alban-Anlage in die Hardstraße erneuert. Der Bau des neuen Verbindungsgleises am Centralbahnplatz im September und Oktober soll zu kleinen Einschränkungen des Tramverkehrs an Wochenenden führen, wie zu erfahren war.

Bei einzelnen Bauprojekten seien größere Einschränkungen für Auto- und Velofahrer notwendig: Der Bus-, Auto- und Veloverkehr zwischen Zwinglihaus und Viertelkreis bleibt bis Jahresende weiterhin umgeleitet. Zudem hätten dringende Gleissanierungen eine Fahrbahnsperrung der Spalenvorstadt im Januar und Februar zur Folge.

Tiefbauamt und Roche würden aufgrund der Erneuerung der Ecke Wettsteinallee/Grenzacherstraße in den Sommerferien die Peter Rot-Straße in beide Richtungen sperren. Aufgrund der Erneuerung der Oberwilerstraße werde der stadtauswärts fahrende Autoverkehr der Oberwilerstraße von Mitte 2022 bis Herbst 2023 via Bundesplatz, Neubadstraße, Laupenring und Holeestraße umgeleitet.

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