Basel Gemeinsam für offene Grenzen

Die Auflagen für das Passieren der Grenze sorgen für Kritik.Foto: Michael Werndorff Foto: Die Oberbadische

Regio. Da sich die Zahlen der Neuinfektionen im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet auf einem vergleichbaren Niveau eingependelt haben und rückläufig sind, appelliert der Vorstand der deutsch-schweizerischen Hochrheinkommission (HRK) an die Regierungen in Bern und Berlin, die derzeitigen Auflagen für das Passieren der Grenze aufzuheben und die Grenzkontrollen durch die Bundespolizei einzustellen, um den „kleinen Grenzverkehr“ wieder zu ermöglichen.

„Das Pandemiegeschehen ist rückläufig, und die Fallzahlen haben sich beidseits des Rheines auf einem ähnlichen Niveau stabilisiert“, wird die Präsidentin der Hochrheinkommission, Marion Dammann, in einer Mitteilung von gestern zitiert. „Schweizer und Deutsche müssen sich gleichermaßen an nationale Auflagen wie Abstand und Mundschutz halten, dann können auch die Menschen im Grenzraum schrittweise zur Normalität des Schengenraumes zurückkehren.“

Mühsame Umwege

Mühsame Umwege für Schüler und Pendler, Familien und Paare, die sich seit Monaten nicht treffen durften; Unternehmer, deren wirtschaftliche Zusammenarbeit plötzlich sehr kompliziert wird und Kunden, die ausbleiben: Die engen menschlichen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen werden im deutsch-schweizerischen Grenzraum derzeit auf eine harte Probe gestellt.

Die jetzt seitens der Bundesregierungen angedachten Grenzöffnungen zum 15. Juni werden zwar begrüßt, aber bis dahin vergeht noch ein ganzer Monat. „Die Menschen am Hochrhein leben in einem Grenzraum zusammen und sind in allen Lebensbereichen eng verbunden. Deshalb appellieren wir an die Bundesregierungen, den Bürgern durch Öffnung der Grenzen wieder ein Stück Alltag unter Akzeptanz der jeweiligen nationalen Regelungen zum Infektionsschutz zurückzugeben“, erklärt Dammann.

HRK-Vizepräsident Stephan Attiger, Regierungsrat des Kantons Aargau, unterstützt: „Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Baden-Württemberg sind traditionell eng, die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit funktioniert in diesem Raum sehr gut. Es ist daher geboten, die Grenzen möglichst rasch wieder zur öffnen, damit wir diese Kooperation und die gemeinsamen Projekte wieder ohne Hindernisse aufnehmen können.“

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