Basel Große „Goya“-Schau endet

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Blick in die Ausstellung Foto: Gabriele Hauger

Riehen. Die Ausstellung „Goya“ in der Fondation Beyeler ist noch bis zum 23. Januar zu sehen. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid organisiert. Die gefeierte Retrospektive bietet die Gelegenheit, das vielschichtige und ambivalente Werk Francisco de Goyas umfassend zu erleben. Selten zu sehende Gemälde aus spanischem Privatbesitz, manche davon seit den Lebzeiten des Künstlers in gleicher Hand, werden erstmals mit Schlüsselwerken aus den renommiertesten europäischen und amerikanischen Museen und Privatsammlungen vereint. Goyas Schaffen bietet heute wie schon zu Lebzeiten des Künstlers ein einzigartiges sinnliches und intellektuelles Erlebnis, schreibt das Museum.

Die Fondation Beyeler widmet Francisco de Goya – einem der wichtigsten Wegbereiter der Moderne – in seinem 275. Geburtsjahr eine der bisher bedeutendsten Ausstellungen. Francisco de Goya y Lucientes (1746–1828) nimmt in der europäischen Kunstgeschichte eine von Widersprüchen gekennzeichnete Stellung als einer der letzten bedeutenden Hofmaler und als Vorläufer des modernen Künstlers ein. Um die Einzigartigkeit seines Schaffens, das einen Zeitraum vom Spätrokoko bis zur Romantik umspannt, erfahrbar zu machen und dem formalen und inhaltlichen Reichtum seines malerischen, zeichnerischen und druckgrafischen Œuvres gerecht zu werden, präsentiert die Ausstellung das gesamte Spektrum an Bildgattungen und Goya-spezifischen Bildmotiven. In der chronologisch angelegten Ausstellung sind rund 70 großformatige repräsentative Gemälde sowie mehr als 100 meisterhafte Zeichnungen und Druckgrafiken zu sehen. Der Schwerpunkt der Ausstellung wird dabei auf Goyas späte Schaffenszeit gelegt.

Die Ausstellung in der Fondation Beyeler eröffnet den Blick auf den Hofkünstler einerseits und den Erfinder rätselhafter und verstörender Bildwelten andererseits, auf das sakrale und das profane Werk, auf Christus- und Hexendarstellungen, auf Porträts und Historienbilder, auf Stillleben und Genreszenen. Neben Gemälden, die im Auftrag des Königshauses, des Adels und des Bürgertums entstanden, sind Werke zu sehen, die Goya in einem von ihm selbst eroberten Raum künstlerischer Freiheit realisiert hat, darunter Kabinettbilder, die oftmals nur im engen privaten Rahmen gezeigt wurden. Goya ist in der europäischen Kunstgeschichte einer der ersten Künstler, die sich mit rebellischer Entschlossenheit gegen die Kunst einengende Dogmen und Regelwerke zur Wehr setzten und stattdessen für den Eigensinn und den Erfindungsgeist des Künstlers eintraten.  bis 23. Januar, Mo–So, 10 bis 18 Uhr, Mi 10 bis 20 Uhr

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