Basel Große Sammlung aufgebaut

Johannes Wenk-Madoery verstarb im Alter von 90 Jahren. Foto: zVg/Gemeinde Hausen

Regio - Wenige Tage nach seinem 90. Geburtstag ist der weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Hebel-Freund und -Kenner Johannes Wenk-Madoery am Dienstag verstorben.

Johann Peter Hebels Vermächtnis zu bewahren, Werk und Geist weiterzugeben, für die Verständigung der Menschen am Oberrhein tätig zu sein, war das Anliegen von Wenk-Madoery, Spross einer alteingesessenen Riehener Familie.

Von seinem Vater hat er sich schon früh für das Sichten, Sammeln und Ordnen begeistern lassen; von ihm übernahm er das Archiv und baute es mit Fleiß und Umsicht, zusammen mit der Bibliothek, zur heutigen Sammlung aus, die internationales Ansehen genießt.

Die in vielen Jahren zusammengetragene Sammlung ist auch eine bibliografische Dokumentation. Sie schöpft aus der Begeisterung für Hebel und sein Werk und ist eine tiefe Verneigung vor dem großen Kalendermann, Pädagogen und Theologen.

Über Grenzen hinweggehen war im äußeren und im inneren Sinne ein wichtiger Faktor im Leben des Hebelfreundes geworden. Gastfreundschaft, Verwurzelung in Glaube und Tradition, Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft kennzeichneten das Wesen des leidenschaftlichen Hebel-Sammlers und -Kenners.

Hebel-Gedenkplakette

Für sein jahrelanges Kulturschaffen für die Regio wurde Johannes Wenk-Madoery mit der Johann Peter Hebel-Gedenkplakette der Gemeinde Hausen, dem Kulturpreis der Gemeinde Riehen und dem „Hebeldank“ des Hebelbundes Lörrach ausgezeichnet.

„Nicht, was ich habe – was ich gebe, macht mich reich“, war seine Kernbotschaft beim Hebelabend 1988 in Hausen.

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