Basel Gutes Design soll Spaß machen

Ob individuell bedruckte Tapeten oder kreative Lampenschirme: Die Designmesse Blickfang bietet interessante Einblicke in die Arbeit internationaler Künstler. Foto: Michael Werndorff

Basel - Von ausgefallenen Wohnaccessoires über Schmuck bis hin zu Möbel und Kleidung – die internationale Designmesse „Blickfang“ findet derzeit zum 10. Mal in Basel statt. Zu entdecken gibt es Einzelstücke statt Massenproduktion.

Mehr als 150 Designer präsentieren sich bis Sonntag in Halle 2 der Basler Messe. Etwa 30 Prozent der Teilnehmer kommen aus der Region Basel und dem Südbadischen. Zudem gibt es viele neue Aussteller, wie Astrid Paulus, Projektleiterin für Basel und Zürich, im Gespräch mit unserer Zeitung sagte.

Als international agierende Verkaufsmesse versammelt die Blickfang gestalterische Einflüsse und Designs aus aller Welt. Dabei steht aber nicht nur gutes Aussehen an oberster Stelle, meint Geschäftsführerin Jennifer Reaves. Für sie muss gutes Design mehrere Aspekte umfassen: Langlebigkeit, hohe Qualität, Robustheit, Funktionalität und Schönheit. „Zuletzt soll es aber auch Spaß machen“, meint Reaves, die hohe Qualitätsansprüche stellt. „Trotzdem müssen wir die Quantität und Kommerzialität im Auge behalten. Darüber werde mit der Jury, welche die Auswahl der Aussteller trifft, immer diskutiert. „Wir wollen jedenfalls nicht in Schönheit sterben.“ Zudem soll die Zahl der Aussteller zukünftig weiter steigen, verweist Reeves auf noch ungenutzte Hallenfläche.

Bettgestell aus Mooreiche

Über Schönheit und Funktionalität kann sich jeder Besucher ein eigenen Bild machen. Das Angebot ist wie in den vergangenen Jahres breit gefächert. Neben Vasen, Kleidern, Schmuck und Velos zeigt Christian Tanner, was aus einer Jahrtausende alten Mooreiche geschaffen werden kann: zum Beispiel ein Bettgestell. Bis das Holz vorsichtig verarbeitet werden kann, muss es zunächst mehrerer Jahre trocknen, erläutert der Basler Möbelmacher. Das edle Stück hat seinen Preis, knapp 6400 Franken muss der Käufer für das durchdachte und in Handarbeit hergestellte Bettgestell zahlen.

Wie wichtig die Messe für Designer aus nah und fern ist, weiß Thomas Salzmann aus Zürich. Er fertigt mit seiner Geschäftspartnerin Tapeten. Dabei handelt es sich um Unikate aus Stoff und Vlies –­ besonders robust und wertig, wie Salzmann erklärt. „Während die Messe für die meisten Teilnehmer eine Verkaufsveranstaltung ist, wollen wir in Basel ausloten, wie unser Produkt ankommt und Kontakte knüpfen. Der Schweizer Markt ist zwar interessant für uns, wir denken aber global.“

Dass die Welt des Handwerks Veränderungen unterliegt , zeigt ein Mitmachangebot: Am „Mini Living“-Design Lab trifft künstliche Intelligenz auf Handwerk. Besucher können sich am Computer ein individuelles Terrazzo-Muster auf einem Vliesstoff ausdrucken lassen und ein Wohnaccessoir gestalten.

 Die Messe ist noch bis morgen, Sonntag, von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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