Basel Hüningen wächst zum Himmel

Visualisierung Foto: zVg/Constructa

Hüningen - In Hüningen entstehen bis zum Jahr 2026 am einst industriell genutzten Rheinufer unmittelbar an der Dreiländerbrücke fünf moderne Wohnkomplexe mit futuristischer Silhouette. Sie sollen laut Bürgermeister Jean-Marc Deichtmann für eine deutliche Belebung des lokalen Gewerbes sorgen.

Für die kleine Grenzstadt ist das ambitionierte Bauprojekt „Les Jetées“ ein Schritt hin zu mehr Lebensqualität und urbaner Lebensweise. Das erste der fünf Gebäude soll sich mit seinen 16 Stockwerken wie ein Leuchtturm über den Rhein erheben. Es soll sich laut Pressestelle des mit Prestigeobjekten vertrauten Bauinvestors Constructa um einen regelrechten Luxuswohnbau mit gläsernen Balkonen und Balustraden handeln. Das gegenüber geplante Gebäude B werde sich entlang dem Ufer mit Blick auf das Wasser und auf die Stadt erstrecken. Beide Anlagen sollen auf 10 000 Quadratmetern Fläche 114 Wohnungen sowie zusätzliche Gewerbeflächen im Erdgeschoss beherbergen.

Wohnblöcke und ein Vier-Sterne-Spa-Hotel

Die erste Bauphase beginnt bereits Ende dieses Jahres. Bis 2022 sollen Block A und B fertiggestellt werden. Drei weitere Wohnblöcke mit Service-Wohnungen für ältere Menschen sollen in den darauffolgenden Jahren bis 2026 entstehen. Zudem ist ein Vier-Sterne-Spa-Hotel mit 115 Zimmern geplant.

Insgesamt umfasst das Bauprojekt auf 30 000 Quadratmetern Fläche rund 500 Wohnungen, mehrere Geschäfte und ein Hotel. Dies entspricht einer Investition von 90 Millionen Euro. Die meisten Wohnungen sind allerdings keine Mietobjekte, sondern werden laut Constructa zum Verkauf angeboten – zu einem einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4500 Euro.

Mit diesen „Piers“ oder „Molen“, wie das Bau-Programm „Les Jetées“ auf deutsch heißt, wollen drei Architekturbüros – die Agentur Tryptique, Nicolas Laisné und Jean-Baptiste Pietri – ihre Visionen von zukunftsweisendem Wohnen in der trinationalen Agglomeration rund um die Stadt Basel verwirklichen.

Zielgruppe sind vor allem französische Interessenten, die in der Schweiz arbeiten. „Wir haben viele Grenzgänger, die auf der Autobahn A 35 viele Kilometer zurücklegen müssen, oft verbunden mit Staus und Unfällen, und die ihrem Arbeitsplatz näherkommen möchten“, erklärt Hüningens Bürgermeister Jean-Marc Deichtmann im Gespräch mit unserer Zeitung. „Für diese Bevölkerungsgruppe ist Hüningen ganz klar einer der interessanteren Wohnorte“, weiß der Rathauschef des 7000-Einwohner-Städtchens. Aber natürlich seien im Herzen des Dreiländerecks auch schweizerische und deutsche Käufer willkommen, die in Frankreich wohnen wollen. Nach ersten Schätzungen kann Deichtmann sich eine Verteilung wie folgt vorstellen: 65 Prozent Franzosen, 25 Prozent Deutsche und zehn Prozent Schweizer.

Luxuswohnungen im oberen Preissegment

„Wenn alle Jetées bis voraussichtlich 2026 fertiggestellt sind, werden in diesem Stadtteil etwa 750 weitere Einwohner mit einer beträchtlichen Kaufkraft nahe der Innenstadt leben“, schätzt Deichtmann die Entwicklung und prophezeit: „Es werden somit Kunden hinzukommen, die wichtig für den lokalen Handel, einschließlich der Gastronomie, sind. Es wird eine richtige Belebung des Ortes stattfinden.“

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