Basel Impfkampagne läuft auf Hochtouren

Gemeinsam gegen Corona: Auch wenn fleißig gegen Covid-19 geimpft wird, sind Seife, Abstand und Maske wichtige Bausteine, um sich nicht mit dem Coronavirus anzustecken. Foto: Kanton Basel-Stadt: www.bs.ch/bilddatenbank

Basel - Im Kanton Basel-Stadt sind rund 68 Prozent der impfberechtigten Bevölkerung bereits geimpft oder für eine Impfung gegen Covid-19 angemeldet. Arztpraxen und Apotheken sollen ab Herbst Impfungen verabreichen dürfen.

Die Impfkampagne laufe auf Hochtouren und viele Baslerinnen und Basler seien hoch motiviert, sich impfen zu lassen, sagte Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger am Freitag vor den Medien im kantonalen Impfzentrum in der Messe.

Impfberechtigt sind im Kanton Basel-Stadt 174 000 Personen (die Einwohnerzahl betrug Ende 2020 insgesamt 201 971). Derzeit sind rund 32 Prozent der Impfberechtigten zweimal gegen Covid-19 geimpft.

Laut der Impfstatistik auf der Internetseite des Kantons waren am Donnerstag 57 222 Personen komplett geimpft. 34 752 Personen wurden einmal geimpft. Auf der Warteliste für eine Impfung befanden sich am Donnerstagabend 23 743 Personen.

„Wir sind gut unterwegs und werden eine hohe Impfquote erreichen“, meinte Engelberger. Bis Ende August sollen 70 Prozent der Impfberechtigen zweimal geimpft sein.

Bis zu 100 Mitarbeiter sind täglich im Einsatz

Im Ende Dezember 2020 eröffneten kantonalen Impfzentrum, das von der Firma Meconex AG betrieben wird, werden täglich bis zu 3000 Impfungen verabreicht. Ein Rekord an Impfungen wurde vom 31. Mai bis zum 6. Juni registriert, als rund 20 000 Personen geimpft worden waren. Bisher mussten 174 Impfdosen ungebraucht entsorgt werden.

Laut Patrick Scotton, bei Meconex AG operativer Leiter des Impfzentrums, sind an einem Tag mit hoher Impfauslastung rund 100 Mitarbeiter im Einsatz. Täglich würden zudem bis zu 1000 Anrufe und rund 300 E-Mails beantwortet.

Wie Kantonsapothekerin Esther Ammann sagte, soll der Vertrag mit Meconex AG bis Ende Jahr verlängert werden. „Wir wollen das Impfzentrum in Betrieb halten, zumal wir nicht wissen, was bezüglich Impfauffrischungen auf uns zukommen wird.“ Derzeit gehe man davon aus, dass der Impfschutz von sechs auf neun bis zwölf Monate verlängert werde. Entsprechende Prüfungen der Eidgenössischen Kommission für Impffragen seien im Gang, machte Ammann gestern klar.

Ab dem kommenden Herbst sollen Impfungen schrittweise und teilweise auch in Basler Arztpraxen und Apotheken verabreicht werden. Entsprechende Gespräche mit der Medizinischen Gesellschaft Basel und dem Baselstädtischen Apotheken-Verband fänden statt.

Richtigerweise auf ein Impfzentrum gesetzt

Eigentlich hatte der Kanton dies bereits ab Mai vorgesehen. Allerdings sei man damals davon ausgegangen, dass der Impfstoff Astrazeneca in der Schweiz zugelassen werde – auch habe man mit einer größeren Impfstoff-Liefermenge von Biontech/Pfizer gerechnet, so Ammann.

Dass der Kanton Basel-Stadt mit seiner städtisch geprägten Struktur in der ersten Phase hauptsächlich auf ein Impfzentrum gesetzt habe, sei richtig gewesen. So habe man einfach und flexibel auf Lieferverzögerungen oder auf veränderte Impf-Empfehlungen reagieren können. Auch sei man mit einem Impfzentrum schnell unterwegs: Basel-Stadt liege derzeit bei den Impfungen schweizweit wieder an der Spitze, erwähnte Ammann.

Im Impfzentrum werden auch Sans Papiers und Nothilfebeziehende geimpft. Mobile Equipen kommen etwa in Behindertenheimen, Gefängnissen oder Anlaufstellen für Süchtige zum Einsatz. Auch werden Sexarbeiter von mobilen Equipen geimpft.

Gemäß Kantonsarzt Thomas Steffen laufen nach der Zulassung durch das Heilmittelinstitut Swissmedic Anfang Juni die Vorbereitungen für die Impfung von Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 15 Jahren. Mit einer Impfung von Kindern unter zwölf Jahren sei in den nächsten Monaten nicht zu rechnen, erklärte Steffen.

Wie weiter zu erfahren war, sind 58 Prozent der Personen im Alter von 16 bis 18 Jahren in Basel-Stadt bereits geimpft oder haben sich für eine Impfung angemeldet. Eine solche Quote erreiche man normalerweise in zwölf bis 24 Monaten, was für eine hohe Impfbereitschaft in dieser Alterskategorie spreche, sagte Steffen, der zudem wissen ließ, dass das Covid-Zertifikat zudem in den nächsten zwei bis drei Wochen zur Verfügung stehen sollte.

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