Basel Informationen & Tipps für Grenzgänger in die Schweiz

SB-Import-Eidos
Anstatt als Grenzgänger tätig zu sein, können Ausländer auch aufgrund einer Erwerbstätigkeit mit einer Bewilligung zuwandern. Foto: Archiv

Basel. Grenzgänger profitieren automatisch von den ersten beiden Säulen des Schweizer Rentensystems:. Staatliche Vorsorge (AHV, IV, EL) und Berufliche Vorsorge (BVG, UVG, Überobligatorische Vorsorge)

Die dritte Säule, die private Vorsorge im eigentlichen Sinne, bleibt Grenzgängern im Gegensatz zu Schweizer Arbeitskollegen verschlossen. Um Grenzgängern aber eine angemessene und adäquate Versorgung zu ermöglichen, hat die OFD Karlsruhe erlassen, dass Grenzgänger Zugang zur steuerlich geförderten Direktversicherung (§3 Nr. 63 EStG) bekommen.

Diese Säule ermöglicht es Grenzgängern, bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in eine Direktversicherung einzubezahlen. Die Beiträge sind steuerfrei, das heißt ganz konkret, dass man mit einem vergleichsweise geringen Eigenaufwand einen hohen Beitrag für die eigene Altersvorsorge aufbringen kann. Die Steuervorteile können Grenzgänger entweder direkt über ihre jährliche Steuererklärung oder bereits durch eine Reduzierung ihrer Vorauszahlung an das Finanzamt geltend machen. Wenn man jedoch den Job wechselt, kann die Versicherung auf einen neuen Arbeitgeber, auch in Deutschland, übertragen werden. Alternativ haben Grenzgänger hier aber auch die Möglichkeit, den Vertrag privat fortzuführen oder beitragsfrei zu stellen. Zusätzlich ist die Versicherung eine Hartz IV geschützte Anlageform.

Gerne beraten wir, teilen unser Wissen über die Funktionsweise, insbesondere die Bezifferung der Versorgungsansprüche aus den drei Säulen in der Schweiz und erstellen gemeinsam mit Interessierten ihren individuellen Versorgungsplan.  Weitere Infos unter www.grenzgaenger-experten.com

Wichtige Rolle

Ausländische Erwerbstätige spielen auf dem baselstädtischen Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle. In Basel-Stadt arbeiteten im vierten Quartal 2020 rund 34 400 Grenzgänger. Das statistische Amt Basel-Stadt verzeichnete für das vergangene Jahr einen Rückgang bei den Grenzgängerbewilligungen, der Zuwanderung von Erwerbstätigen und bei den sogenannten Meldepflichtigen.

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) stellte für 2020 insgesamt 4600 Bewilligungen für Personen, die im Stadtkanton arbeiten, aus – das sind vier Prozent weniger als im Vorjahr. Der weitaus größte Anteil der erteilten Bewilligungen betraf die Branche Beratung, Planung, Immobilien und Informatik. Auf sie entfielen fast 2500 Bewilligungen (minus acht Prozent gegenüber 2019). Dies entspricht rund 53 Prozent aller erteilten Genehmigungen, wie der Statistik zu entnehmen ist. Der zweitgrößte Anteil mit neun Prozent beziehungsweise rund 400 Bewilligungen entfiel auf die chemische und pharmazeutische Industrie.

Anstatt als Grenzgänger tätig zu sein, können Ausländer auch aufgrund einer Erwerbstätigkeit mit einer Bewilligung zuwandern. Dies waren 2020 rund 6200 Personen, 20 Prozent weniger als im Vorjahr.

Infolge der Corona-Pandemie erlitt die Zuwanderung mit minus 47 Prozent vor allem im zweiten Quartal einen Einbruch. Im zweiten Halbjahr lag die Zuwanderung um 21 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Möglichkeit, ohne Bewilligung bis zu 90 Tage im Stadtkanton zu arbeiten, nutzten 11 517 Personen. Geleistet wurden 310 673 Arbeitstage – 27 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

  • Bewertung
    3

Umfrage

Zeichen

Die Fußball-WM in Katar sorgt für wenig Begeisterung. Sind Sie schon im Fußballfieber?

Ergebnis anzeigen
loading