Basel Kammerorchester auf Erfolgskurs

Weltweit ein gern gesehener Gast: das Kammerorchester Basel                                                                                                                                              Foto: zVg/Lukasz Rajchert Foto: Die Oberbadische

Basel (ov). Die Wiedereinladung erfolgte mit dem Schlussakkord: Gleich zweimal in der vergangenen Saison 18/19 war das Kammerorchester Basel in Hamburgs Elbphilharmonie zu Gast, im Januar 2021 gibt es eine Wiederauflage mit einer halbszenischen Basler „Cosi fan tutte“ von Mozart, teilt das Orchester mit. Insgesamt spielten die Basler gut 80 Konzerte, davon knapp 70 außerhalb ihrer Heimatstadt, in fast allen Regionen der Schweiz und in Städten wie Paris, Wien, München, Rom, Vilnius, Bodo (Norwegen), Istanbul und vielen mehr.

Zu den musikalischen Höhepunkten zählten die beiden konzertanten beziehungsweise szenisch eingerichteten Opern „Fidelio“ von Beethoven sowie Mozarts „Don Giovanni“.

Daneben wurde die Zusammenarbeit mit Heinz Holliger in zwei Konzertproduktionen und zum Teil zeitgenössischen Programmen seitens der Presse besonders gewürdigt, heißt es weiter. Und mit dem Langzeitprojekt Haydn2032 und weiteren CD-Neuerscheinungen in dieser Reihe habe sich das Orchester auf dem internationalen Parkett als Spezialistenensemble der Frühklassik etablieren können.

Nicht zuletzt unterstrich das Kammerorchester Basel mit „Schule macht Orchester“ und vor allem mit der gemeinsam mit Schülern entwickelten Musiktheaterproduktion seinen hohen Anspruch an seine nachhaltige Vermittlungsarbeit.

Dass die vielfältigen Aktivitäten in diesem Jahr mit einem Schweizer Musikpreis des Bundesamtes für Kultur, dem ersten für ein Orchester, ausgezeichnet werden, sei hoch einzuschätzen. „Ausgezeichnete Programme und neue Formen der Vermittlung“ werden besonders gewürdigt; aber auch der stark unternehmerisch geprägte Ansatz des Kammerorchester Basel, der sich in einem Eigenfinanzierungsgrad in Höhe von 86 Prozent zeige.

Der Preis wird am 20. September im Kunstmuseum Basel von Bundesrat Alain Berset überreicht werden.

Vielfältige Aktivitäten und Musikpreis

Eine Würdigung ganz anderer Art: Gleich mit drei unterschiedlichen Tonträgern ist das Kammerorchester Basel für den Opus Klassik-Preis 2019 nominiert: mit der Schumann-Aufnahme mit der Cellistin Sol Gabetta, mit Beethovens 9. Sinfonie und mit der Aufnahme „Baroque Twitter“ mit Nuria Rial und Maurice Steger. Die Entscheidung folgt Anfang September.

12 525 Musikliebhaber in Basel besuchten die Abonnements-, Nachtklang- , Lunch- und Education-Konzerte des Kammerorchester Basel. Die Auslastungszahlen in der Martinskirche Basel konnten mit einer viermal ausverkauften Kirche trotz der schwierigen Raum-Situation aufgrund des Stadtcasino-Umbaus weiter erhöht werden. Außerhalb seiner Heimat Basel konnte das Kammerorchester Basel bei seinen knapp 70 Konzerten in der Schweiz und im internationalen Umfeld etwa 55 000 Besucher erreichen, so die Mitteilung.

Das Kammerorchester Basel gilt in Bezug auf seine Finanzierung als höchst innovatives Orchesterunternehmen. Der Anteil der öffentlichen Gelder liegt bei 14 Prozent. „Damit nimmt das Kammerorchester Basel schweizweit eine singuläre Stellung ein, vergleichbare Orchester in der Schweiz sind bis zu 80 Prozent mit öffentlichen Geldern finanziert“, so Marcel Falk, Geschäftsführer Kammerorchester Basel. Das Jahr schließe mit einer schwarzen Null ab.

Im August ist das Orchester auf Reisen. Erster Auftritt in der Heimat ist dann am 7.  September in der Martinskirche in Basel unter dem Titel „Mit Lis(z)t durch Basel“.

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