Basel Kokainhändler verurteilt

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Wegen Drogenhandel muss ein 47-Jähriger nun ins Gefängnis. Foto: pixabay

Basel (sda). Das Basler Strafgericht hat am Freitag einen 47-jährigen Mann wegen Kokainhandels zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass der Verurteilte kein „hohes Tier“ im internationalen Drogenhandel war.

Daher blieb das Strafmaß für den kolumbianisch-spanischen Doppelbürger deutlich unter den von der Staatsanwaltschaft geforderten 17 Jahren. Diese hielt den Angeklagten für ein „Mitglied auf höchster Hierarchieebene“ mit Verbindungen zu kolumbianischen Drogenkartellen. Sie rechnete mit internationalen Transporten von bis zu neun Tonnen Kokain mit einem Verkaufswert von 609 Millionen Franken.

Im Laufe von sieben Jahren emporgearbeitet

Fest steht laut Gericht, dass der Mann mit etwa 4,5 Kilogramm Kokain gehandelt und über 230 000 Franken eingenommen hat. Er verkaufte in der Nordwestschweiz, in Bern und Deutschland. Im Laufe von sieben Jahren habe er sich emporgearbeitet, wie die Gerichtspräsidentin ausführte. Mit der Zeit verkaufte er nicht mehr selber auf der Straße, sondern von seiner Wohnung aus. Zudem gab er Anweisungen an andere.

Als Beweise nannte die Gerichtspräsidentin die Drogenfunde bei Hausdurchsuchungen, die Kleidung und die Fingernägel des Beschuldigten, die mit Kokain kontaminiert gewesen seien, belastende Chats sowie Überweisungen von hohen Geldbeträgen nach Kolumbien und Spanien.

Das Strafgericht legt dem Beschuldigten somit gewerbs- und bandenmäßigen Drogenhandel und die Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen zur Last. Zudem wird er wegen Geldwäscherei und der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes schuldig gesprochen.

Nicht gelten lassen wollte das Gericht die Aussagen des Beschuldigten, bei den Geldtransfers handle es sich um einen Handel mit Früchten. Die Gerichtspräsidentin hielt fest, dass sich der Angeklagte damit in Widersprüche verstrickt habe. „Ihre Geschichte geht nicht auf.“

Eine wichtige Rolle, weshalb das Gericht mit dem Strafmaß dennoch nicht so weit ging, spielte die Auswertung von Daten eines verschlüsselten Chats auf einem weiteren Telefon. Deutsche, niederländische und belgische Behörden hatten diese den Basler Ermittlern zugestellt. Die Nachrichten zeigen Verbindungen zum internationalen Kokainhandel auf. Es könne aber nicht bewiesen werden, dass der Beschuldigte auch tatsächlich der Verfasser sei.

Nebst der Freiheitsstrafe gilt für den Verurteilten ein Landesverweis von zwölf Jahren. Er muss zudem eine Geldstrafe über 2700 und eine Buße über 300 Franken bezahlen. Er trägt die Verfahrenskosten von 64 000 Franken und die Urteilsgebühr von 30 000 Franken.

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