Basel Kultur über alle Grenzen

SB-Import-Eidos
„Moby Dick“ als Puppenspiel Foto: Christophe Raynaud de Lage

Hüningen (hau). Die zehnte Auflage des trinationalen Theater- und Musikfestivals Compli’Cité kann vom 21. bis 30. Januar im elsässischen Hüningen stattfinden – trotz der Pandemie. Es soll zudem mit einem bunten Programm das 20-jährige Bestehen des Hüninger Kulturzentrums „Triangle“ gefeiert werden. Letztes Jahr wurde das Festival coronabedingt abgesagt.

Versprochen wird wieder ein alle Altersklassen ansprechendes Programm, voller großer Momente der Entdeckungen, Überraschungen und emotionaler Momente, zwischen Leichtigkeit und Ernst. Mit dabei ist traditionsgemäß das Weiler Kesselhaus. Als neuer Partner konnte die Kaserne Basel gewonnen werden.

Die Organisatoren betonen die Einzigartigkeit und die Bandbreite des Angebots. Vorführungen aus Tanz, Theater und Musik finden sowohl im intimen Rahmen als auch auf großen Plätzen statt. Rund ein Drittel der Angebote richtet sich an ein junges Publikum.

Vorgesehen ist ein Wiedersehen mit der Feuerspieltruppe Le Salamandre. Am Samstag, 22. Januar, brennen sie um 18 Uhr auf dem Abbatucci-Platz ihr Feuerwerk „Peplum“ ab. Die meisten anderen Zirkus-, Theater- und Musikbeiträge finden im Triangle statt. Bei allen wurde darauf geachtet, dass sie nicht rein sprachgebunden sind, da das Festival grenzüberschreitend ausgelegt ist.

Zum ersten Mal tritt die Modern Dance Gruppe von Tabea Martin, der international bekannten Schweizer Choreografin, auf. Sie führt im Basler Kasernenhof am 30. Januar, um 11 Uhr ihre Inszenierung „Geh nicht in den Wald, im Wald ist der Wald“ auf.

Gastspiel im Kesselhaus

Compli’Cité gastiert auch im Kesselhaus. Wie in den Jahren zuvor wird eine der vielen Aufführungen in Weil am Rhein auf die Bühne gebracht. In Kooperation mit dem Kulturamt tritt am 27. Januar, 20 Uhr, das Trio „Mannijo“ im Kulturzentrum Kesselhaus auf. Das deutsch-französische Ensemble setzt sich aus Jo Nousse (Gesang, Gitarre), Manfred Pohlmann (Gesang, Gitarre, Griffbrettzither) und Patrick Riollet (Klavier) zusammen. Als Jo Nousse und Manfred Pohlmann sich zum ersten Mal trafen, gab es noch eine richtige Grenze zwischen Frankreich und Deutschland. Mit Schlagbaum, Ausweiskontrollen und dem ständigen illegalen Ein- und Ausführen von Instrumenten und Schallplatten. Seit dieser Zeit hat sich viel getan, und die beiden sind inzwischen um unzählige Auftritte und eine Menge Bühnenerfahrung reifer.

Heute ist die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland verschwunden; die Grenze in den Köpfen und Herzen jedoch noch nicht überall. Deshalb spielt, singt und wirbt Mannijo für Europa. Das Trio macht dies auf Französisch, Deutsch und vor allem Moselfränkisch (ihrer gemeinsamen Muttersprache). Aber auch Chansons auf Katalanisch, Bretonisch, Okzitanisch, Englisch, Elsässisch und Jiddisch gehören zu ihrem Repertoire. Sie nennen es „Chansons Transfrontières“ - grenzüberschreitende Lieder. Das Publikum erwartet an diesem Abend eine bunte Mischung aus traditioneller Musik, eigenen Kompositionen und Chansonklassikern.

Auf französischer Seite beteiligen sich am Festival die Kulturzentren La Coupole aus Saint-Louis, Rive-Rhin aus Village-Neuf, la Comète aus Hésingue, Espace Rhénan aus Kembs und La Halle au Blé aus Altkirch. Hüningen ist Mitglied des Puppen- und Marionettenfestivals Momix, das im Südelsass sehr bekannt ist. In diesem Rahmen wird am Samstag, 22. Januar, um 15 Uhr, am Sonntag um 14 Uhr und am Dienstag, 25. Januar, um 18.30 Uhr beim Triangle ein Zirkuszelt aufgestellt, indem der Miniaturzirkus „Bêtes de Foire“ eine Art Flohzirkus ohne Worte aufführt.

Insgesamt sind rund 300 Künstler und Techniker an Compli’Cité beteiligt und möchten das Festival zum Zehnjährigen zu einem lebendigen Spektakel machen.  Infos www.ville-huningue.fr/fr/festival-complicite/

Umfrage

Pressekonferenz in Stockholm

Schweden und Finnland wollen wegen des Ukraine-Kriegs Teil der NATO werden. Wie stehen Sie dazu?

Ergebnis anzeigen
loading