Basel Lärm im Fokus

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Baselbieter Politiker fordern, die Sperrstunde am EuroAirport einzuhalten und nur selten Ausnahmen im Flugverkehr zu bewilligen. Foto: Michael Werndorff

Basel (sda). Der Baselbieter Landrat hat am Donnerstag den Bericht der Fluglärmkommission zur Kenntnis genommen. Einzelne Landräte äußerten sich kritischer zum Fluglärm am EuroAirport (EAP) als ihre Parteien.

Wegen der Corona-Pandemie und wegen personeller Engpässe am EAP war es der Fluglärmkommission (FLK) nicht möglich, die Berichte für die Jahre 2019 und 2020 zu verabschieden. Deshalb hat die FLK die beiden Jahre in einem Bericht ausgewiesen, den der Landrat am Donnerstag mit 69 gegen 7 Stimmen bei drei Enthaltungen zur Kenntnis nahm.

Die meisten Parteien waren mit dem Bericht zufrieden, auch wenn sie den Fluglärm beklagten, wie beispielsweise die SVP: „Jeder Flieger, der einen aufweckt, ist einer zu viel“. Wesentlich kritischer äußerten sich Einzelsprecher von SP und Grünen, die den Fluglärm als „unerträglich“ beurteilten und darauf pochten, dass die Sperrstunden eingehalten und nur selten Ausnahmen bewilligt würden.

Dabei wurde auch die Arbeit der FLK kritisiert: „Aus dem zahnlosen Tiger ist ein Schmusekätzchen geworden“, kommentierte eine Landrätin der Grünen. Ein SVP-Landrat führte diese Wirkungslosigkeit darauf zurück, dass nur Gemeinden im Kanton Basel-Landschaft überflogen und mit Lärm belastet würden und keine des Kantons Basel-Stadt.

Der Fluglärm zwischen 22 und 23 Uhr erreichte im Jahr 2019 in pistennahen Gebieten die Grenzwerte. Seit Februar 2022 gilt ein neues Nachtflugverbot für gewerbliche Flüge ab 23 Uhr.

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