Basel. Bei einem Besuch im Dreiländereck konnte sich Thomas Marwein, Sprecher für Binnenschifffahrt der Grünen Landtagsfraktion, zusammen mit Josha Frey, hiesiger Grüner Landtagsabgeordneter, über aktuelle Entwicklungen rund um die Rheinhäfen informieren. Sie trafen sich dabei einerseits mit Simon Oberbeck, Sprecher der Schweizer Rheinhäfen, und andererseits mit Akteuren der grenzüberschreitenden Stadtplanung im Dreiländereck, unter anderem mit David Rinderknecht, Projektleiter beim Planungsamt des Kantons Basel-Stadt.

Auf dem Siloturm im Basler Hafengebiet konnten sich die beiden Abgeordneten einen Überblick über das Hafen- und Ballungsgebiet im Dreiländereck machen. Oberbeck erläuterte dabei, dass heute über die drei Standorte des Hafens (Basel, Muttenz und Birsfelden) rund sechs Millionen Tonnen Güter umgeschlagen werden. Dieses Potenzial, insbesondere im Hinblick auf eine Steigerung des Containerumschlags, aber auch des Umschlags auf Güterzüge soll durch den Bau eines weiteren Hafenbeckens in Richtung des Rangierbahnhofs an der deutschen Grenze, weiterentwickelt werden.

Stärkung des Schiff- und Bahnverkehrs gestärkt

Als Verkehrspolitiker begrüßte Marwein laut Mitteilung die damit verbundene Stärkung des Schiff- und Bahnverkehrs: „Schiff und Bahn sind mit Abstand die umweltfreundlichsten Verkehrsformen. Bei einem wachsenden Warenverkehr ist die grundsätzliche Stärkung des Containerverkehrs über Schiff und Bahn äußerst sinnvoll.“ Josha Frey ergänzte: „Dabei zeigen die jüngsten Ereignisse auf der Schiene und im Hafen, dass bei Sicherheitsfragen keine Kompromisse gemacht werden dürfen.“

Dass die Behörden der Gebietskörperschaften am Dreiländereck, darunter Basel-Stadt, Weil am Rhein und Huningue, miteinander koordiniert arbeiten, wurde beim Besuch deutlich. Auch Stadtplanerisch sind die Gebietskörperschaften im „Raumkonzept 3Land“ zusammengewachsen, hieß es weiter. Besonders anschaulich wird dies an der kürzlich unterschriebenen weiteren Planungsvereinbarung, die bis zum Jahr 2020 gilt. Dabei sollen unter anderem mit einem Verkehrskonzept im trinationalen Planungsgebiet rund um das Dreiländereck, neue Brücken zwischen den Ländern entstehen und eine Priorität auf den Fahrrad- und öffentlichen Verkehr gesetzt werden.

Als europapolitischer Sprecher seiner Fraktion freut sich Frey, dass sich hier dieses grenzüberschreitende Denken durchgesetzt hat. In der Mitteilung lässt er sich zitieren: „Es ist schön zu hören, dass im Dreiländereck nicht mehr Rücken an Rücken, sondern mit Blick zueinander über Grenzen hinweg geplant wird. Hier wird der Mehrwert einer Zusammenarbeit sichtbar. Sie ermöglicht, dass sich Grenzgebiete zu blühenden Zentren entwickeln.“