Basel Magische Momente unter der Zeltkuppel

Auch Tierdressuren durften nicht fehlen. Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Von Gerd Lustig

Basel. Fliegende Menschen, tanzende Pferde, schwebende Körper und Tischtennisbälle, die eine Melodie erzeugen: Klarer Fall, es heißt wieder „Manege frei, der Zirkus ist in der Stadt.“

Circus Nock, der älteste und zweitgrößte der Schweiz, hat seine Zelte auf der Rosentalanlage in Basel aufgeschlagen. Noch bis Mittwoch, 10. Oktober, können Tiere, Artisten und Clowns bestaunt und bewundert werden. Auch das Programm 2018 – es ist mittlerweile die 158. Tournee – hat es wieder in sich.

Das Motto „Träume lernen fliegen“ weckte gleich zu Beginn der rund zweieinhalbstündigen Vorstellung bei der Premiere am Samstag die Neugier der Besucher. Und diese sollte gestillt werden. Denn die Show, die mehr als ein Dutzend Artisten und wagemutige Männer und Frauen da abzogen, war absolut sehenswert. Nervenkitzel, Staunen und Amüsement wechselten sich in schneller Folge ab. Da kamen Jung und Alt gleichermaßen auf ihre Kosten.

Es ist eine Schau mit einer gehörigen Portion Herzblut. Mal wild, rasant und waghalsig, dann wieder romantisch und besinnlich: „Bravo, bravissimo“ lautet am Ende der Vorstellung der Tenor.

Internationale Künstler begeistern die Besucher

Und so gab es nicht nur zum Schluss lang anhaltenden Applaus, sondern auch noch beim Hinausgehen, als die Artisten Spalier im Eingangsbereich des Zeltes standen.

Zuvor war es Schlag auf Schlag in der Manege zugegangen. Ohne lange Ansagen, musikalisch begleitet von der Hausband und bisweilen auch der Sängerin und Violinistin Polina Tsybizova, ging eine Nummer in die Andere über.

Mikail Milla aus Chile überzeugte mit einer faszinierenden Jonglage. Steacy Giribaldi betörte mit einer Leiter-Balance. Die „Flying Matos“ legten eine schwindelerregende Trapez-Nummer hin, Melany Lester Dalton bestach mit besinnlicher Wasserakrobatik, während die „Roller Daltons“ die schnelle Kunst auf den Rollschuhen zeigten. Begeisterungstürme löste die Truppe „Aerial Maia“ mit ihrer Luft-Nummer, zu der auch der dreifache Salto mortale gehörte, ebenso aus wie der unglaubliche Auftritt der Gruppe „The Robles“. Die schafften es doch glatt, mit sechs Motorrädern gleichzeitig in einer relativ kleinen Kuppel zu fahren.

Natürlich wäre Nock nicht Nock ohne seine Tiere. Kamele, Lamas, Esel, Ponys und stattliche weiße, braune und schwarze Pferde demonstrierten die hohe Schule der Dressurkunst. Nicht fehlen durfte Clown Popey. Der Spanier trieb mit sich und so manchem Zuschauer köstlich-amüsanten Schabernack. Aber keine Angst: Da kamen die „Freiwillig-Unfreiwilligen“ unbeschadet wieder heraus. Zirkus eben.  Nähere Informationen und Eintrittskarten finden Interessierte im Internet unter www.nock.ch.

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