Basel Neue Räume für das Musizieren erschließen

Die Basler Orchester können sich auf verbesserte Arbeitsbedingungen freuen. Foto: zVg

Basel - Der Kanton Basel-Stadt will zwei Infrastrukturprojekte fördern, welche die Arbeitsbedingungen professioneller Basler Orchester signifikant verbessern sollen, teilte das Präsidialdepartement dieser Tage mit.

Zum einen wird eine Online-Plattform zum Buchen von Räumlichkeiten für Proben lanciert. Zum anderen wird die ehemalige Kirche Don Bosco im Breite-Quartier so ausgestattet, dass Orchester sie für Proben und Konzerte nutzen können, hieß es weiter. Beide Projekte werden aus dem für die Strukturförderung der Orchester vorgesehen Budget mit insgesamt 304 000 Franken unterstützt.

Zwei Kirchen werden umgebaut

Zwei ehemalige Kirchen in Basel werden laut Mitteilung derzeit so umgebaut, dass Orchester und Ensembles sie für Proben nutzen können. Während in der „Ersten Kirche Christi, Wissenschafter“ am Picasso-Platz nach Abschluss der Sanierung das Basler Sinfonieorchester proben wird, soll die Kirche „Don Bosco“ in der Breite künftig vom Kammerorchester Basel, der basel sinfonietta sowie von der Musikakademie Basel genutzt werden.

Weitere Orchester wie das La Cetra Barockensemble, das Collegium Musicum und das Neue Orchester Basel haben ebenfalls Interesse an den Räumlichkeiten angemeldet. Deshalb starten die Betreiber der beiden Gotteshäuser eine gemeinsame Online-Buchungsplattform, die ein einfaches Belegen der insgesamt vier Proberäume ermöglichen soll.

Die Abteilung Kultur des Kantons Basel-Stadt fördert dieses für die Basler Orchesterlandschaft wichtige Infrastruktur-Projekt. Sie will den Aufbau und, während einer Pilotphase von zwei Jahren, auch den Betrieb der Plattform mit 114 000 Franken aus dem für die Strukturförderung Orchester vorgesehen Budget unterstützen.

Aus dem gleichen Fördertopf soll als zweite Maßnahme mit 190 000 Franken der Einbau eines Podiums und einer Lüftungsanlage im „Kulturhaus Don Bosco“ ermöglicht werden.

Die ehemalige Kirche in der Breite wird derzeit zu einem Proben- und Veranstaltungszentrum für Musikschaffende umgebaut. Dieses Vorhaben mit einem Finanzvolumen von 8,3 Millionen Franken soll laut Mitteilung abgesehen vom Einbau des fahrbaren Podiums sowie einer Lüftungsanlage vollumfänglich durch Privatpersonen und Stiftungen finanziert werden.

Fahrbare Bühne und Lüftungsanlage

Dank der fahrbaren Vorbühne kann der große Proberaum besser genutzt werden, da Pulte und schwere Instrumente so leichter bewegt werden können, wodurch raumgreifende Orchesteraufstellungen möglich werden, teilte der Kanton weiter mit.

Die Lüftungsanlage soll zudem für eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit sorgen. Die wertvollen und empfindlichen Instrumente können somit vor Schäden und Verstimmungen geschützt werden, geht aus dem Schreiben hervor.

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