Basel - Mehr als 800 Mitglieder und Gäste aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie trafen sich am Dienstag zum Neujahrsempfang der Handelskammer beider Basel (HKBB). Präsidentin Elisabeth Schneider-Schneiter plädierte in ihrer Ansprache für Offenheit. Für Überraschung sorgte der Auftritt von Alt-Bundesrat Johann Schneider-Ammann, dessen erste Reise im neuen Jahr nach Basel zur HKBB führte.

Schneider-Schneiter freute sich bei dem Empfang im UBS-Forum darüber, dass so viele Gäste wie noch nie zu dem Neujahrsempfang gekommen seien, heißt es in einer Mitteilung. In ihrer Ansprache machte sie sich für Offenheit stark: „Ich meine, dieses Anliegen ist völlig realistisch und vor allem höchst lohnend“, sagte sie. Denn die regionale, trinationale und internationale Zusammenarbeit, aber auch neue Technologien und der Wandel würden vermehrt Offenheit verlangen.

Politik verlangt Offenheit

Ebenso verlange auch die Politik Offenheit, um Lösungen zu erlangen. Als Beispiele dafür nannte Schneider-Schneiter die beiden Abstimmungsvorlagen, über die am 10. Februar abgestimmt wird: „Die Abstimmungen zur Steuervorlage (SV) 17 und zur gemeinsamen Gesundheitsversorgung verlangen Kompromissfähigkeit und Offenheit“, sagte die Präsidentin der HKBB. „Wir haben mit der SV 17 jetzt die Chance, Rechtssicherheit für die Unternehmen zu schaffen und mit der gemeinsamen Gesundheitsregion ein Vorreitermodell für das gesamte Gesundheitswesen der Schweiz zu werden.“ Ferner wies Schneider-Schneiter darauf hin, dass auch das Rahmenabkommen mit der EU das Resultat von Bemühungen um Konsens sei: „Nur mit einem solchen institutionellen Dach halten wir den bilateralen Weg zur EU offen.“

Alt-Bundesrat zu Gast

Als speziellen Gast durfte Schneider-Schneiter den früheren Bundesrat Johann Schneider-Ammann begrüßen, den seine erste Reise im neuen Jahr nach Basel zur Handelskammer führte, und sorgte damit für eine Überraschung. Weil das Rednerpult nicht zu seinen Lieblingsmöbelstücken gehört – wie er im vergangenen Jahr bei seiner Abschiedsrede als Bundesrat sagte –, bat sie ihn nicht ans Pult, sondern zu einem lockeren Gespräch auf die Bühne.

Nah an der Region

In einem kurzen Video sprach Handelskammer-Direktor Martin Dätwyler über das vergangene Jahr und wie vielseitig sich die HKBB für das Wohlergehen der Region engagiere. Um die richtigen Impulse zu geben, müsse die Handelskammer nah bei der Region, nah bei den Unternehmen und nah bei der Politik und ihren Mitgliedern sein. So etwa mit dem „Life Sciences Cluster Mapping“, das aufzeige, wie groß, kompetent und vernetzt der weltweit führende Life Sciences Cluster in der Region ist. Weitere Beispiele sind der Einsatz der Handelskammer für eine wirtschaftsfreundliche Schul- und Hochschulbildung sowie ihr Engagement für eine effiziente Mobilität nah an den Bedürfnissen der Wirtschaft – auf der Straße und Schiene, in der Luft und auf dem Wasser, wie es in der Mitteilung abschließend heißt.