Basel Operative Prävention zahlt sich aus

 Foto: zVg

Die Kantonspolizei Aargau ist mit ihrer Strategie der operativen Prävention erfolgreich. Mit koordinierten Fahndungsaktionen sind die Sicherheitskräfte laut Urs Hofmann im vergangenen Jahr konsequent gegen Einbrecher vorgegangen.

Aarau (sda). So sei es den Aargauer Polizisten im Bereich der Einbruchskriminalität 2019 gelungen, die bereits tiefen Zahlen des Vorjahres noch zu unterbieten, sagte Justiz- und Polizeidirektor Hofmann (SP) jetzt vor den Medien in Aarau. Die Strategie der operativen Prävention, also vermehrt vorbeugend zu agieren, habe sich ausbezahlt.

Polizei braucht mehr Ressourcen

Hofmann wies darauf hin, dass der Aargau – gemessen an der Einwohnerzahl – die geringste Polizeidichte der Kantone aufweise. Dass die Aargauer Polizeikräfte ihre Aufgabe, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten, trotz dieses offenkundigen Unterbestandes auch 2019 hervorragend erfüllt hätten, sei bemerkenswert. Indes: Um die Erwartungen der Bevölkerung gewährleisten zu können, brauche es zusätzliche Ressourcen.

Gefahren für öffentliche Sicherheit

Die Kriminalitätslage im Aargau sei stabil, sagte Polizeikommandant Michael Leupold. Für Dynamik sorgten jedoch die offenen Grenzen und die technischen Möglichkeiten wie das Internet.

Mit Blick auf die terroristische Bedrohung sagte Leupold, es seien unverändert Gefahren für die öffentliche Sicherheit vorhanden. Als Bedrohung nannte er den Islamischen Staat (IS) sowie Rechts- und Linksextremismus. Die Hauptaufgabe der Polizei sei die Gefahrenabwehr.

Alle Tötungsdelikte wurden geklärt

Kriminalpolizei-Chef Markus Gisin führte aus, dass die Zahl der vollendeten und versuchten Tötungsdelikte 2019 tiefer sei als im Vorjahr. Alle Tatverdächtigen hätten ermittelt werden. Vollendete Tötungsdelikte gab es in Aarau und Killwangen.

Im Aargau ist gemäß Gisin ein leichter Anstieg der leichten und mittelschweren Gewaltdelikte im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Auch die Zahl der Raubüberfälle auf Läden und Tankstellenshops nahm im Vergleich zu den Vorjahren leicht zu.

Internetkriminalität ist Dauerbrenner

Die Cyberkriminalität hielt die Kantonspolizei auch im vergangenen Jahr auf Trab. Die Deliktsumme des Anlagebetrugs im Internet beläuft sich auf 3,5 Millionen Summe. Dabei wird mit professionellen Internetauftritten und teilweise mit der Verwendung gefälschter Referenzen von prominenten Personen Aufmerksamkeit erregt.

Polizei baut Kompetenzzentrum auf

Mit kleinen Startbeträgen ab 250 Euro werden gezielt Kleinanleger angesprochen und falsche Gewinnerwartungen geschürt. Sobald die gutgläubigen Anleger später eine Rückzahlung verlangen, bricht der Kontakt ab.

Aargauer Firmen waren vermehrt von massiven Cyberangriffen betroffen. Unternehmensnetzwerke sind laut Angaben der Kantonspolizei teilweise oder ganz durch Schadsoftware infiltriert und großflächig verschlüsselt worden, um auf diese Weise Lösegeld zu erpressen. Seit dem vergangenen Mai baut die Kantonspolizei ein Kompetenzzentrum auf, um den Anforderungen bei der Bekämpfung der digitalisierten Kriminalität mit Spezialwissen, Technik und einer nationalen und internationalen Vernetzung genügen zu können.

Erneut weniger Verkehrstote

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle und der verletzten Personen ist zurückgegangen, wie Rudolf Scherer, Abteilungschef Mobile Polizei, ausführte. Elf Menschen – darunter ein Kind – starben im Straßenverkehr. Das sind fünf Personen weniger als im Vorjahr. Noch nie seit Beginn der Unfallauswertungen im Jahr 1950 seien im Aargau so wenige Personen im Straßenverkehr verstorben.

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