1500 Partygänger am Rheinhafen Basel kündigt Konsequenzen an

 Foto: Die Oberbadische

Basel - Die Basler Regierung greift nach der ausufernden Partynacht mit rund 1500 Personen am Basler Rheinhafen durch. So wird die Polizei künftig mehr Präsenz markieren, und an den Wochenenden und Feiertagen wird der Eingang der Uferstraße für den motorisierten Verkehr gesperrt. 

Die Securitas stelle zudem an den Brennpunkten den Dialog sicher und übernehme auf dem Areal die Verkehrsregelung, teilte die Basler Regierung jetzt mit. Auch soll das Hafenareal stärker beleuchtet und mit teilweisen Einfriedungen sicherer gestaltet werden.  Geplant ist überdies die Schaffung von mehr Abfallentsorgungsmöglichkeiten.

Das seit rund zehn Jahren kulturell und gastronomisch zwischengenutzte Hafenareal ist in jüngster Zeit vermehrt für illegale Partys genutzt worden. Vergangenes Wochenende haben sich rund 1500 Menschen dort versammelt – viele davon aus Deutschland und Frankreich.  Dabei kam es zu Schlägereien und Messerstechereien, bei denen mehrere Beteiligte verletzt wurden. Unter anderem wurde ein 15-jähriger mit einem Messer niedergestochen und lebensgefährlich verletzt.

Die Regierung sehe einen Punkt erreicht, an dem sie nicht einfach zur Tagesordnung übergehen wolle. Konkret sollen feiernde Menschen, die sich entgegen den Corona-Maßnahmen ansammeln, Lärm machen und Abfall hinterlassen, „angegangen“ werden. Dies gelte ebenso für die Auto-Poserszene.

Die schweren Gewaltdelikte vom vergangenen Wochenende hätten das Fass zum Überlaufen gebracht, sagte die Basler Justiz- und Sicherheitsdirektorin Stephanie Eymann. Es sei nun notwendig, zu handeln. Sie sei froh, dass die Regierung ein Gesamt-Maßnahmenpaket geschnürt habe.

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