Basel Premieren am Theater Basel

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Szene aus „Eine Winterreise“ mit Anne Sofie von Otter Foto: Monika Rittershaus

Basel. Ende Januar finden am Theater Basel drei Premieren statt – auf allen drei Bühnen und aus den Sparten Schauspiel und Oper.

„Eine Winterreise“

Am heutigen 22. Januar, 19.30 Uhr, wird auf der Großen Bühne in der Sparte Oper „Eine Winterreise“ nach Liedern von Franz Schubert gegeben, eine Musiktheater-Kreation über die wesentlichen Momente des Lebens. Mit der großen Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter entwickelt Christof Loy einen intimen Musiktheaterabend. Inspiriert von den Liedern Franz Schuberts, die sich zwischen Lebensjubel und Todessehnsucht bewegen, erzählen die beiden von den Extremen des menschlichen Fühlens. Neben Liedern aus dem Zyklus „Winterreise“ sind auch weitere Werke des Komponisten zu hören. Anne Sofie von Otter, die ihre Karriere in Basel begann, gehört zu den prägenden Sängerinnen weltweit. Begleitet wird sie am Hammerklavier von dem renommierten Pianisten Kristian Bezuidenhout, der für sein virtuoses Spiel auf dem Hammerklavier international bekannt ist.

„Der Spieler“

Eine Woche später bringt die Regisseurin Pınar Karabulut einen Klassiker der Weltliteratur ins Schauspielhaus. Premiere ist am 28. Januar, 19.30 Uhr: „Der Spieler“ nach Fjodor M. Dostojewskij. In Roulettenburg regieren Geld, Spielsucht und obsessive Liebe. Dabei die ewige Illusion: „Morgen, morgen wird alles ein Ende haben!“ Die reiche Erbtante soll es richten. Doch während alle auf die erlösende Nachricht von ihrem Tod warten, taucht sie quicklebendig auf und verspielt selbst den letzten Rubel. „Der Spieler“ ist ein Meisterwerk, geschrieben wie im Rausch. Es entstand aus einem teuflischen Pakt zwischen Dostojewskij und seinem Verleger: Entweder er liefert den Roman inner- halb weniger Wochen oder es droht die Leibeigenschaft.

Die Regisseurin Pınar Karabulut prüft die Klassiker der Weltliteratur auf ihre pop-kulturelle Tauglichkeit und konfrontiert sie mit Queerness. Karabuluts Inszenierungen halten satirisch, knallig und kompromisslos einer scheinbar aufgeklärten Gesellschaft den Spiegel vor. Die Adaption des Romans ist ihre erste Arbeit am Theater Basel.

„Penthesilea“

Nur einen Tag später feiert die Filmregisseurin Eva Trobisch ihr Theaterdebüt, am 29. Januar, 20 Uhr, auf der Kleinen Bühne mit „Penthesilea“, einem Trauerspiel von Heinrich von Kleist.

Schicksal und Leidenschaft treiben die Amazonenkönigin Penthesilea und den griechischen Heerführer Achill zueinander. Doch das Gesetz schreibt vor: Nur eine siegreiche Amazone hat auch ein Recht auf erotische Eroberung. Liebes- und Blutrausch sind bald nicht mehr voneinander zu trennen. Eva Trobisch inszeniert den grandios komponierten Kampf zweier Liebender gegen sich selbst und gegeneinander. Stellvertretend für ein überkommenes System brechen sie mit der gesellschaftlichen Ordnung, die keinen Raum für alternative Lebensformen lässt. Nach Trobischs Film „Alles ist gut“ mit Ensemblemitglied Aenne Schwarz in der Hauptrolle ist „Penthesilea“ nun ihre erste Theaterinszenierung. Im Theater Basel gilt die Zertifikats- und Maskenpflicht (2G-Regel).

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