Basel Sandoz sorgt für positive Überraschungen

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Novartis hat zwischen April und Juni 12,8 Milliarden US-Dollar umgesetzt, ein Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Foto: Michael Werndorff

Basel (awp). Der Pharmariese Novartis schaut auf ein wenig spektakuläres zweites Quartal zurück. Während die Generika-Sparte Sandoz das dritte Quartal in Folge positiv überraschte, machen dem Konzern Währungseinflüsse verstärkt zu schaffen.

Wie Novartis am Dienstag mitteilte, setzte das Unternehmen zwischen April und Juni 12,8 Milliarden US-Dollar um, ein Minus von ein Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich hingegen ein Anstieg um fünf Prozent. Wie üblich steuerte die Pharmasparte Innovative Medicines mit 10,5 Milliarden US-Dollar (minus ein Prozent) den Löwenanteil zum Gruppenumsatz bei. Auch hier hätte ohne die Währungseinflüsse ein Plus von fünf Prozent zu Buche gestanden. Einmal mehr waren es Medikamente wie das Herzmittel Entresto, das MS-Mittel Kesimpta oder das Schuppenflechtenmittel Cosentyx, die den Umsatz stützten.

Jahresprognose bei Sandoz erhöht

Es ist aber vor allem die Generika-Sparte Sandoz, die dieses Mal das Interesse der Marktexperten auf sich zieht. Im zweiten Quartal setzte die Sparte 2,3 Milliarden um (minus drei). Zu konstanten Wechselkursen wuchs das Geschäft dagegen um fünf Prozent.

Angespornt von dieser Entwicklung erhöht der Pharmakonzern die Prognose für die Sparte. Neu wird zu konstanten Wechselkursen ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Das operative Kernergebnis soll auf Vorjahresniveau zu liegen kommen statt wie ursprünglich gedacht fallen. Neben dem Zahlenwerk zum abgelaufenen Quartal gab Novartis ein Update zu den mit den laufenden Umstrukturierungen angestrebten Kosteneinsparungen. So sollen bei den Vertriebs- und Gemeinkosten bis 2024 neu rund 1,5 Milliarden US-Dollar eingespart werden. Bisher lautete die Vorgabe, die Kosten um mindestens eine Milliarde zu reduzieren.

Während sich dies positiv auf die künftigen Gewinne auswirken dürfte, stellen Währungseinflüsse einen möglichen Belastungsfaktor dar. Novartis selbst geht davon aus, dass Währungseinflüsse Umsatz und Gewinn auch im weiteren Jahresverlauf negativ beeinflussen werden.

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