Basel Schifffahrt bleibt zukunftsfähig

Die Oberbadische
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Von Saskia Scherer

Die Binnenschifffahrt hat für die Schweiz eine große Bedeutung. Um die Hafenstandorte am Rheinknie weiter zu entwickeln, sollen die Rahmenbedingungen optimiert werden.

Basel. Bei den südlichen Häfen werden laut Aktionsplan die nautische Erreichbarkeit und die Zuverlässigkeit der Zufahrtswege verbessert. Die Vernetzung mit angrenzenden Industriegebieten soll ihren Beitrag zur Wirtschaftsförderung im Kanton Basel-Landschaft leisten. Auf betrieblicher Ebene will man auch Synergien nutzen, informierte Hans-Peter Hadorn, Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen.

Die drei Hafenstandorte (Kleinhünigen, Birsfelden und Muttenz) bieten zusammen weiterhin ein Universalangebot an, bilden aber einzeln zunehmend Schwerpunkte.

Ein Projekt ist die Südanbindung der Hafenbahn. Zwischen dem Areal Schweizerhalle und dem Auhafen wird ein neues Verbindungsgleis gebaut. „Das ermöglicht einen Ringschluss mit dem Rangierbahnhof Muttenz“, erklärte Florian Röthlingshöfer, delegierter Verwaltungsrat der Hafenbahn. Der Hafen wird so mit der produzierenden Industrie und Logistik verknüpft und die Kapazität im Hafenbahnhof erhöht.

Der Baustart ist Anfang 2017 und die Inbetriebnahme Ende 2020 geplant. Finanziert wird das Projekt über Leistungsvereinbarungen mit dem Bund. Die Investitionskosten belaufen sich auf 35 Millionen Schweizer Franken.

„Die Schiffe werden immer größer, breiter und länger“, begründete Michael Lyons, Abteilungsleiter Revierzentrale und Schifffahrt, dass die Schifffahrtsrinne auf der Strecke zwischen Dreirosenbrücke und Birsmündung umgegraben wird. Die maximale Abladetiefe liegt heute bei 3,20 Metern, künftig soll sie 3,50 Meter betragen. „Es ist ein vergleichsweise kleiner Eingriff, von außen wird man an der Wasserstraße nichts sehen“, sagte Lyons. Die Kosten belaufen sich auf etwa 4,2 Millionen Franken.

Angeschafft werden soll außerdem ein neues Schlepp- und Schubboot. Damit wird eine bessere Erreichbarkeit der südlichen Häfen für Schubverbände bis 5000 Tonnen Ladung gewährleistet. Bisher habe es keine richtige Möglichkeit gegeben, Schubleichter (Schiffe ohne eigenen Antrieb) in den Hafen zu bekommen. Bei einer Wasserhöhe von 6,40 Metern war Schluss – künftig soll die Schubfahrt bis 7,90 Meter möglich sein. Das Boot verfügt zudem über einen 17 Meter hohen Kran, der bis zu fünf Tonnen tragen kann. „Das ist enorm“, sagte Lyons. Zudem sei das Boot klein und wendig und könne alle Bereiche des Ufers anfahren.

Auf die Schleppwinden mit einer Seillänge von 300 Metern, eine Eigenkonstruktion, ist man sehr stolz. Die Zugkraft beträgt 25 Tonnen. Hadorn verriet den Namen des neuen Boots: „Wild Maa“ soll es heißen. Der Vorgänger, „Vogel Gryff“, komme langsam ins Pensionsalter. „Wir führen so eine Tradition fort“, sagte Hadorn.

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