Basel Starke Künstlerinnen und ein ganz Großer

Basel. Das Kunstmuseum Basel freut sich, für 2021 drei große Sonderausstellungen ankündigen zu können. Mit Sophie Taeuber-Arp und Kara Walker bestreiten zwei starke Künstlerinnen unterschiedlicher Generationen die erste Jahreshälfte, heißt es in einer Pressemitteilung. Beschlossen wird das Jahr mit einem der wichtigsten Maler im Frankreich des 19. Jahrhundert, Camille Pissarro.

Zudem akzentuiert das Kunstmuseum Basel in vielfältigen Programmen und Veranstaltungen aktuelle gesellschaftliche Themen wie Körperpolitik, Rassismus, Demokratie oder Ökologie.

Im Frühling wird also das Gesamtwerk der Schweizerin Sophie Taeuber-Arp (1889–1943), einer der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, präsentiert. Sie war eine Pionierin der Abstraktion und nimmt in der Entwicklung der modernen Kunst eine Schlüsselposition ein. Die Ausstellung eröffnet in Basel und wird danach das vielfältige Schaffen dieser Künstlerin erstmals einer internationalen Öffentlichkeit vorstellen, in London und New York.

Im Sommer wird das Kunstmuseum Basel als erstes Museum der Schweiz das Œuvre der 1969 geborenen amerikanischen Künstlerin Kara Walker umfassend präsentieren. Walker thematisiert in ihrer Kunst technisch und ästhetisch virtuos die Themen, die heute den gesellschaftlichen Diskurs prägen: Rassismus, Geschlecht, Sexualität und Gewalt. Die Künstlerin wird unter anderem auch Werke zeigen, die sie in ihrem Atelier über Jahrzehnte unter Verschluss gehalten hat.

Die Sonderausstellung im Herbst ist Camille Pissarro (1830–1903) gewidmet, dem wohl am wenigsten bekannten Impressionisten. Es ist die erste Retrospektive in der Schweiz seit über 60 Jahren. Pissarro, eine der faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, gehört zu den großen Vermittlern und Anregern der neueren Kunstgeschichte, schreibt das Museum.

Es war überwiegend sein Verdienst, dass sich die Impressionisten zu einer Gruppe zusammenschlossen. Eine besondere Bedeutung dieses versessenen, nur für seine Malerei lebenden Künstlers liegt in seiner intensiven und fruchtbaren Zusammenarbeit mit zum Teil wesentlich jüngeren Künstlern, darunter Paul Cézanne, Claude Monet, Edgar Degas, Paul Gauguin und Georges Seurat. Cézanne bezeichnete Pissarro als „le père de nous tous“ (unser aller Vater) – ein deutlicher Hinweis auf die Bedeutung dieses bis heute unterschätzten Künstlers für die Moderne.

Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm durch weitere Ausstellungen und Sammlungspräsentationen, die zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Zu erwähnen ist darunter die Ausstellung Antigone von Tacita Dean, die im Rahmen der dreiteiligen Präsentation von Sammlungswerken der Emanuel Hoffmann-Stiftung im Kunstmuseum Basel Gegenwart, Continuously Contemporary, im Mai eröffnet wird.  www.kunstmuseum.ch

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