Basel Stelldichein mit Freunden der Tierwelt

 Foto: Denis Bozbag

Basel - Der Tierpark Lange Erlen wird sein 150-jähriges Bestehen Ende August unter Beteiligung der Lörracher Narrengilde feiern, wie während der gestrigen Pressekonferenz zu erfahren war. Zudem fällt beim Jubiläumsfest am Sonntag, 22. August, um 11 Uhr mit einem symbolischen Spatenstich der Startschuss für das große Wolfsgehege.

Der Erlen-Verein Basel wird den runden Geburtstag des am 14. November 1871 gegründeten Tierparks mit verschiedenen Festivitäten begehen. Den Höhepunkt bildet dabei das vom 20. bis 22. August stattfindende Jubiläumswochenende. „Es werden sich rund 20 Vereine, Institutionen und Behörden aus der Region vorstellen. Alle widmen sich in vielfältiger Weise der Tierwelt“, erklärte Felix Rudolf von Rohr, Leiter des Organisationskomitees für die Jubiläumsaktionen.

Es würden unter anderem von der Basler Kantonspolizei, der Schule von Blindenführhunde sowie dem Bienenzüchterverein Basel fachliche Informationen, Führungen und Wettbewerbe angeboten.

Für das Unterhaltungsprogramm wurden auch Organisationen aus den Nachbarländern angefragt. Mit dabei sind unter anderem die Lörracher Narrengilde, deren Vertreter gleich vier eigene Gehege aufbauen sollen. Am Sonntag, 22. August, präsentieren sie kostümiert die den verschiedenen Lörracher Stadtteilen zugewiesenen Symboltiere Güggel, Frösch, Schnägge und die Lörracher Lerche.

Auch die Markgräfler Trachtengruppe wird im Tierpark zusammen mit der Pfyffergruppe Naarebainli Basel auftreten. Um eventuell auf kurzfristig verordnete Beschränkungen bei der Besucheranzahl reagieren zu können, arbeiteten die Verantwortlichen eng mit den zuständigen Behörden zusammen. Auch sei ein umfassendes Corona-Schutzkonzept erstellt worden.

Am Samstag können die Besucher von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr im Tierpark an den 25 geplanten Informationsständen verweilen.

Wolfsgehege

Das laufende Jahr steht zudem ganz im Zeichen des Wolfes. Rechtzeitig vor den Sommerferien konnte das Baugesuch für die erste Etappe der geplanten Wolfsanlage eingereicht werden, wie Tierparkleiter Bruno Ris mitteilte. Die Kosten für den ersten Ausbauschritt bezifferte er auf eine Million Franken. Für das Projekt seien derzeit über private Spenden und die seit Ende des vergangenen Jahres ausgegebene „Wolfsaktie“ bereits rund 550 000 Franken zusammengekommen. Man hoffe jetzt noch auf einen kantonalen Zustupf für den Restbetrag.

Insgesamt rechne der Tierpark für die weiteren Bauetappen mit Investitionen in Höhe von vier Millionen Franken – insbesondere für den Bau der Wolfswarte, die neue Streckenführung der Lieferantenzufahrtsstraße und den Anschluss des Geländes an den Weiher.

Jungtiere

In diesem Jahr haben sich laut Ris 28 Storchenpaare zum Brüten im Park niedergelassen. Davon hätten 25 erfolgreich Nachwuchs zur Welt gebracht. Gezählt wurde dieser noch nicht. Man schätze aber, dass bislang 30 bis 40 Jungstörche in den Horsten sitzen. Dies sei eine deutliche Zunahme im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren und ein Zeichen dafür, dass viele im Park geborene Störche wieder zum Brüten zurückkehrten.

Am 31. Mai wurde Baldus, das erste männliche Wisentkalb, im Park geboren. Es sei mit seiner Familie glücklich auf der Außenanlage unterwegs. Noch ausstehend sei derweil der Nachwuchs bei den Hirschen und den Wollschweinen. „Für die Hirsche ist das schon recht ungewöhnlich, da sie sonst immer im Mai und Anfang Juni Jungtiere bekommen“, erklärte Ris im Rahmen der Pressekonferenz.

NEU: Täglich 5 neue Rätsel in der OV ePaper App – Jetzt bis zum Jahresende testen. HIER erfahren Sie mehr.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Unwetter in Nordrhein-Westfalen

Die Welle der Solidarität ist groß. Experten sehen den Klimawandel als Ursache. Wird Deutschland in den kommenden Jahren mit katastrophalen Wetterereignissen wie in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weiter zu kämpfen haben?

Ergebnis anzeigen
loading