Basel Teilstrecke elektrifiziert

Ein Dieseltriebwagen unter der Fahrleitung: Seit Sonntag fahren die auch zwischen Waldshut und Basel eingesetzten Züge auf dem schweizerischen Teil der Hochrheinbahn unter dem Fahrdraht. Foto: Rolf Reißmann Foto: Die Oberbadische

Erzingen (rr). Worüber zwischen Grenzach und Erzingen noch heftig diskutiert wird, ist im Klettgau seit dem vergangen Wochenende Realität: Der erste Abschnitt der Hochrheinbahn steht unter Strom. In einem massiven Umbauprogramm verlegte die Deutsche Bahn von Schaffhausen bis Erzingen das zweite Gleis und elektrifizierte die Strecke.

Somit beginnt zum bevorstehenden Fahrplanwechsel am 15. Dezember im Klettgau die Einbindung ins Schaffhauser S-Bahnnetz.

Im Schüler- und Berufsverkehr werden die Züge im 15-Minuten-Takt fahren, dazwischen alle 30 Minuten. Neu abgestimmt werden die angrenzenden Omnibuslinien. Denn zum Streckenausbau gehörte eben auch die Neugestaltung der Knotenpunkte Bahn/ Bus.

Betreiben wird den neuen S-Bahnverkehr die SBB Deutschland, also jenes Unternehmen, das auch auf der Wiesental- und Gartenbahn im Kreis Lörrach fährt. Ebenfalls eingebunden in den neuen Klettgau-Takt sind die Regionalzüge der Deutschen Bahn zwischen Waldshut und Singen.

Selbst für die Interregio-Expresszüge zwischen Basel und Singen wird sich der Streckenausbau als Vorteil erweisen, denn nunmehr können diese Triebwagen im Klettgau Tempo 160 fahren.

Interessant ist die Finanzierung: Für den zweigleisigen Ausbau der Hochrheinbahn zwischen Erziehen und Beringen auf Schweizer Gebiet, das sind zwölf Kilometer, stellte Deutschland als Eigentümer der Strecke 53 Millionen Euro bereit. Für den weiteren Ausbau, wozu neben der Elektrifizierung auch die Beseitigung von fünf Bahnübergängen und die Einrichtung eines weiteren Haltepunkts gehörten, noch einmal weitere gute neun Millionen.

Der Vorteil des zweigleisigen Ausbaus soll auch auf der westlichen Hochrheinbahn spürbar werden. Denn: Trotz der dichten Zugfolge werden die durchlaufenden Züge von Ulm beziehungsweise Singen nach Basel weniger Verspätung einfahren, so die Rechnung. Und mit deren höherer Pünktlichkeit werden auch die Regionalbahnen zwischen Waldshut und Basel ihre vorgesehenen Fahrzeiten besser einhalten können.

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