Basel Temperaturen steigen kontinuierlich

Die CO2-Ausstöße in beiden Basel konnten in den vergangenen Jahren verringert werden.Foto: zVg/Juri Weiss Foto: Die Oberbadische

Der Klimawandel ist Realität und längst in der Region Basel spürbar geworden. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt ein Umweltbericht beider Basel. Ergebnisse einer Untersuchung weisen darauf hin, dass sich die Klimaerwärmung in der Region fortsetzt, wie die Bau- und Umweltschutzdirektion Baselland (BUD) mitteilt.

Basel/Liestal. Die aktuellen Zahlen zeigen aber auch, dass die CO 2-Ausstöße rückläufig sind und die Zwischenziele teilweise erreicht wurden. Um die Klimaziele des Schweizer Bundesrats zu erreichen, brauche es jedoch weiterhin große Anstrengungen von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung, folgert die BUD in ihrer Mitteilung.

Klimaerwärmung in der Region Basel

Die Basler Klimareihe – eine der ältesten Messreihen in Europa, die bis ins Jahr 1755 zurückgeht – weist einen deutlichen Anstieg der Jahresmitteltemperatur auf. Bewegte sich diese im 18. und 19. Jahrhundert noch zwischen 8 und 9 Grad, so stieg sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts bereits um gut 3 Grad an.

Die jüngsten Messungen, die nun im Umweltbericht vorliegen, bestätigen den Trend: Im vergangenen Jahr lag die ermittelte Jahresmitteltemperatur in Basel bei 11,7 Grad. Auch Hitzetage sind in den beiden Basel häufiger geworden. Laut Bericht wurden 2019 an 25 Tagen Lufttemperaturen von mehr als 30 Grad verzeichnet. Mitte des 20. Jahrhunderts lag die jährliche Anzahl der Hitzetage meist noch im einstelligen Bereich. Neben der Lufttemperatur hat auch jene von Fließgewässern sowie dem Grundwasser eine steigende Tendenz.

Die Erwärmung zieht bereits verschiedene Auswirkungen auf das Ökosystem und die Vegetation in der Region nach sich. So tritt laut BUD beispielsweise der Beginn der Kirschbaumblüte heutzutage bereits 16 Tage früher ein als noch vor 60 Jahren.

Die CO 2-Ausstöße konnten in den vergangenen Jahren immerhin verringert werden. Im Kanton Basel-Stadt nahmen die jährlichen Werte zwischen 2010 und 2018 von 4,7 auf 3,5 Tonnen pro Einwohner ab. Im Baselbiet gingen sie im gleichen Zeitraum von 5,7 auf 4,7 Tonnen pro Einwohner zurück.

Die Verringerung ist vor allem auf den Rückgang des Gas- und Heizölverbrauchs im Bereich Wohnen und Industrie zurückzuführen. Der Kanton Basel-Stadt hat das für das laufende Jahr definierte Ziel damit erreicht. Der Kanton Basel-Landschaft wird seines voraussichtlich nicht erreichen.

Trotz der positiven Tendenz bestünde in den nächsten Jahren ein sehr großer Handlungsbedarf, hält die BUD weiter fest. Die bisherige Senkung der CO 2-Ausstöße konnte bislang vergleichsweise einfach realisiert werden. Um das Klimaziel von null CO 2-Emissionen bis zum Jahr 2050 des Bundesrats zu erreichen und einen Beitrag an die Begrenzung der weltweiten Klimaerwärmung auf unter 1,5 Grad zu leisten, brauche es weiterhin große Anstrengungen auf sämtlichen Ebenen.

Strategisches Instrument der Umweltbeobachtung

Der Umweltbericht beider Basel ist ein strategisches, durch Kennzahlen gestütztes Instrument der Umweltbeobachtung. Er ermöglicht einen leichten und schnellen Zugang zu den wichtigsten Daten und Fakten. Im Bericht verschaffen insgesamt 113 Indikatoren in 16 Themenbereichen einen Überblick über den aktuellen Zustand und die Entwicklung der Umwelt in der Region Basel. Er wurde von einer kantonalen Arbeitsgruppe der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Umweltfachstellen und den beiden Statistischen Ämtern erarbeitet.

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