Basel Verschlankung unvermeidbar

Die Reisebranche steckt wegen der Pandemie gehörig in der Krise.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Allschwil (awp). Der drittgrößte europäische Reiseveranstalter, die deutsche FTI Gruppe, plant einen massiven Stellenabbau. Rund 20 Prozent der mehr als 12 000 Stellen sollen gestrichen werden. Ob es auch am Firmensitz in Allschwil zu Entlassungen kommt, ist allerdings noch nicht klar. In der Schweiz sind rund 150 Mitarbeiter beschäftigt.

Wegen der Corona-Krise plant der Reiseveranstalter eine Restrukturierung mit Stellenabbau und der Schließung von vier Tochterunternehmen, wie mehrere Branchenmedien berichteten. In der aktuellen Situation könnten Entlassungen leider nicht vermieden werden, wird FTI-Chef Dietmar Gunz zitiert.

„Inwieweit wir auch in der Schweiz Maßnahmen einleiten müssen und in welchem Rahmen, befindet sich in Prüfung“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. In der Schweiz sei die Gruppe mit den Firmen FTI Touristik, FTI Ticketshop sowie FTI Group Product Management Long Haul in den Gemeinden Allschwil und Dietlikon vertreten.

Als Einsparung schickt das Unternehmen zudem auch vier Tochterunternehmen in Liquidation. „Die Überprüfung aller Bereiche und die Veränderung von Strukturen führt zur Trennung von Spezialisten im Firmenportfolio der FTI Group“, so Gunz. Dies seien das Kreuzfahrtgeschäft FTI Cruises, der laut Angaben auf der Firmen-Webseite größte deutsche Sprachreiseveranstalter LAL Sprachreisen, das Online-Portal „fly.de“ sowie das touristische Servicecenter „touristic24“.

Das Unternehmen rechne mittlerweile damit, dass sich die gesamte Reisebranche nur sehr langsam normalisieren werde. Aus diesem Grund sei eine Verschlankung des Konzerns unvermeidbar.

Lesen Sie das ePaper bis zum Jahresende für nur 39 Euro! Jetzt HIER anfordern.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Impfung

Forscher hoffen darauf, dass in Deutschland schon Ende des Jahres ein Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Würden Sie sich impfen lassen?

Ergebnis anzeigen
loading