Basel Viele Opernfreunde – bis Corona kam

Basel. Das Theater Basel hat sich in der Saison 2019/2020 bis zum Spielzeitabbruch Ende Februar auf Erfolgskurs befunden. Wegen der Schließung der Bühnen musste das Dreispartenhaus hohe Einnahmeverluste hinnehmen, die durch Sondermaßnahmen aber kompensiert werden konnten.

Kostensenkungen, ein Stopp von Produktionen sowie Kurzarbeitsentschädigungen für 72 Prozent der Mitarbeitender führten in der Spielzeit 2019/2020 zu einem positiven Betriebsergebnis von 29 000 Franken, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des Theater Basel hervorgeht.

Das Theater konnte zudem davon profitieren, dass die staatlichen Subventionen von 45 Millionen Franken einen Großteil der Einnahmen ausmachen. Damit gelang es dem Dreispartenhaus, Rückstellungen in der Höhe von über einer Million Franken zu bilden. Dies komme der jetzt laufenden Spielzeit unter der neuen Leitung von Benedikt von Peter zugute, die ebenfalls pandemiebedingt mit hohen Einnahmeverlusten zu kämpfen haben werde.

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie hinterließen dennoch deutliche Spuren. Die Vorstellungseinnahmen sanken um 3,4 auf 5,3 Millionen Franken. Erfolgreiche Produktionen mussten abgebrochen werden mit der Folge, dass rund 40 000 bereits verkaufte Tickets zurück erstattet werden mussten. Damit sank der Eigenfinanzierungsgrad von 11,7 auf 9,7 Prozent.

Sehr gute Auslastung

Für die abgetretene Crew unter Andreas Beck war der Abbruch des Spielbetriebs doppelt bitter, weil sich das Theater bis Ende Februar auf sehr gutem Kurs befand. Die durchschnittliche Auslastung lag 2019/2020 mit 81,5 Prozent um neun Prozentpunkte über derjenigen der vergleichbaren Zeit der Vorsaison. Insgesamt hatten 113 514 Zuschauer die 315 Vorstellungen besucht.

Mit einer durchschnittlichen Auslastung von 82,6 Prozent war die Oper die erfolgreichste Sparte, gefolgt vom Ballett mit 78,9 Prozent und dem Schauspiel mit 68,4 Prozent. Erfolgreichste Produktion war das Ballett „Snow White“ mit einer durchschnittlichen Auslastung von 95,4 Prozent. Bei der Oper war es die spartenübergreifende Produktion „Andersens Erzählungen“ mit einer durchschnittlichen Auslastung von 88,6 Prozent. Diese schwang mit 12 600 Zuschauern in absoluten Zahlen obenauf. Im Schauspiel war „Julien – Rot und Schwarz“ von Lukas Bärfuss mit 88,2 Prozent das erfolgreichste Stück.

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