Basel Vieles wieder ohne Maske möglich

Der Mund-Nasenschutz kann vielerorts wieder fallen. Foto: Die Oberbadische

Basel/Bern - Wer sich im Freien aufhält, muss ab kommendem Samstag in der Schweiz keine Maske mehr tragen. Das gilt auch für kulturelle und sportliche Aktivitäten. Im Büro und in höheren Schulklassen wird die Maskenpflicht ebenfalls aufgehoben. Die Homeoffice-Pflicht fällt.

Der Bundesrat hat am Mittwoch einen weiteren Öffnungsschritt beschlossen. Die geltenden Maßnahmen gegen das Coronavirus werden stark reduziert und vereinfacht. Die Lockerungen gehen weiter als vor zwei Wochen vorgeschlagen.

Konkret wird die Masken- und Abstandspflicht bei kulturellen und sportlichen Aktivitäten aufgehoben. Es findet keine Unterscheidung zwischen Profis und Laien mehr statt. Auch an Großveranstaltungen mit Covid-Zertifikat gilt keine Maskenpflicht mehr. Für solche Veranstaltungen werden auch Kapazitätsbeschränkungen und die Personenobergrenze gestrichen. Veranstaltungen ab 1000 Personen benötigen eine kantonale Bewilligung.

Homeoffice nur noch eine Empfehlung

Ebenfalls fallen gelassen hat der Bundesrat die Homeoffice-Pflicht; stattdessen gilt neu wieder eine Homeoffice-Empfehlung. An Unis, Fachhochschulen und in der Weiterbildung dürfen wieder unbeschränkt viele Personen anwesend sein.

Schließlich gibt es in Restaurants keine Beschränkung der Anzahl Gäste pro Tisch mehr. Nur in Innenbereichen gilt wie bisher eine Sitzpflicht während des Verzehrs und eine Maskenpflicht im Stehen. Die Kontaktdaten müssen weiterhin erhoben werden, es reicht allerdings ein Kontakt pro Gruppe.

Sinkende Zahlen erhöhen Druck

Der Bundesrat nennt verschiedene Gründe, weshalb er bei seinem Entscheid weitergeht als zunächst vorgeschlagen. Erstens hätten sich die letzten Öffnungsschritte „nicht negativ auf die Entwicklung der Covid-19-Epidemie in der Schweiz ausgewirkt“; die Fallzahlen und die Klinikeinweisungen nehmen weiterhin deutlich ab. Zweitens nehme die Impfkampagne einen positiven Verlauf; bis Ende Juni wird rund die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft sein.

Eine Rolle bei den Überlegungen der Landesregierung gespielt haben auch die Reaktionen in der Konsultation. Insbesondere zahlreiche Kantone und Wirtschaftsverbände drückten aufs Tempo und verlangten einen umfangreicheren Öffnungsschritt.

Keine Maske im Büro notwendig

Die Aufhebung der Maskenpflicht im Freien wie etwa in Außenbereichen von Bahnhöfen, Haltestellen, öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Freizeitbetrieben war in der Konsultation weitgehend unbestritten.

Vorsichtiger waren die Reaktionen auf die Aufweichung der Maskenpflicht in Innenräumen. Der Bundesrat beschloss deshalb, dass dort grundsätzlich weiterhin eine Maske getragen werden muss. Es gibt aber verschiedene Ausnahmen. Der Bundesrat hebt beispielsweise die generelle Maskenpflicht im Büro ab 26. Juni auf. Die Arbeitgeber hätten aber weiterhin die Pflicht, die Arbeitnehmer zu schützen.

Discobesuch mit Covid-Zertifikat

Ab Samstag ebenfalls wieder uneingeschränkt möglich sind Laden-, Fitnessstudio- und Sportcenterbesuche. Die Betreiber können die Kapazität voll ausnutzen. Aquaparks können wieder öffnen. Einzig an Veranstaltungen ohne Covid-Zertifikat gilt eine Beschränkung auf zwei Drittel der Kapazität.

Auch Clubs und Discos dürfen wieder öffnen, wenn der Zugang auf Personen mit Covid-Zertifikat beschränkt wird.

Keine Änderungen gibt es bei privaten Veranstaltungen: Hier können sich weiterhin höchstens 30 Personen in privaten Innenräumen und höchstens fünfzig Personen in Außenbereichen treffen.

Bei Veranstaltungen wie beispielsweise Hochzeiten mit mehr Gästen gilt: Wenn nicht alle ein Covid-Zertifikat benutzen, dann können drinnen maximal 250 und draußen maximal 500 Besucher eingelassen werden. Die Kapazität der Örtlichkeit kann bis zu zwei Dritteln genutzt werden – drinnen wie draußen, erklärt der Bundesrat.

Veranstaltungen und Konzerte, an denen die Besucher tanzen, sind indes verboten.

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