Basel Vielfalt der Museen erleben

Im Naturhistorischen Museum können die Besucher der 20. Museumsnacht auf Entdeckungstour gehen. Weitere Infos erhalten Interessierte unter www.museumsnacht.ch. Foto: zVg/Flavia Schaub Foto: Die Oberbadische

Die Basler Museumsnacht erlebt am 17. Januar ihre 20. Ausgabe. Der Großanlass mit 38 beteiligten Museen und Kulturinstitutionen konnte seine Besucherzahl seit der ersten Durchführung 2001 nahezu verdoppeln.

Von Gerd Lustig

Basel. Sie war von Anfang an eine Erfolgsgesichte: Die Basler Museumsnacht. 19 000 Besucher gab es zum Start im Jahr 2001, im vergangenen Jahr verzeichneten die Organisatoren die Rekordzahl von knapp 38 000. Und auf eine ähnlich starke Resonanz hofft man auch in diesem Jahr. Wenn sich am Freitag, 17. Januar, ab 17 Uhr die Türen von 38 an der Aktion beteiligten Museen öffnen, dann ist es bereits die 20. Auflage der Veranstaltung. Mit von der Partie sind außer den Museen auch das Basler Rathaus und die Musikakademie als Gastinstitutionen.

„Die Basler Museumsnacht ist nicht nur fest in der Basler Kulturagenda verankert, sondern sie ist gerade ein trinationales Kulturfestival, das auch spartenübergreifend ausgerichtet ist“, freute sich Eva Keller, Leiterin des Fachbereichs Museen und Kulturmarketing in Basel, bei der gestrige Medienorientierung im Naturhistorischen Museum.

Mitmachcharakter wird großgeschrieben

Zum 20-Jährigen dürfen sich die Besucher, Jung und Alt, auf rund 200 besondere Projekte, Ausstellungen, Lesungen, Musikprojekte und Workshops freuen. Vor allem der Mitmachcharakter wird großgeschrieben und soll die Besucher zum kreativen Mittun bewegen.

Eine Vorführung der ganz speziellen und seltenen Art hat das Naturhistorische Museum zu bieten. „Wir werden die Präparation eines Wolfes live zeigen“, sagte Co-Museumschef Basil Thüring. Die Fondation Beyeler in Riehen präsentiert neben den Ausstellungen vier Chöre mit gut 70 Sängern, die zum Mitsingen animieren wollen. Ab Mitternacht gibt es zudem Führungen mit Taschenlampen. Das Kunstmuseum wartet unter anderem mit einem speziellen Speed-Dating auf, bei dem diverse Therapeuten den Interessierten in Kurzform auf die Sprünge helfen. Ansonsten steht die Schicksalsgöttin Fortuna im Blickpunkt. Die Papiermühle bietet Möglichkeiten, sich im Gewinnen und Verlieren zu üben.

Weil die Museumsnachtschwärmer im Durchschnitt 3,5 Museen besuchen, hat dies markante Auswirkungen auf die Jahres-Besucherstatistiken der Museen – insbesondere bei den kleinen Häusern: Das Anatomische Museum der Universität empfing zum Beispiel 35 Prozent seiner Besucher vergangenes Jahr in dieser einen Nacht. Im Schweizerischen Feuerwehrmuseum waren es gar 67 Prozent, während dieser Wert in der Fondation Beyeler mit zwei Prozent um einiges tiefer war. Einer der Erfolgsgaranten ist der Umstand, dass Besucher unter 26 Jahren freien Eintritt erhalten. Sie machen mit 44,8 Prozent fast die Hälfte der Museumsnachtgänger aus. Allerdings lasse sich schwer sagen, ob und wie viele dieser jungen Menschen sich durch diese Aktion dazu bewegen lassen, die Museen auch das Jahr hindurch zu besuchen, sagte Basil Thüring, Co-Direktor des Naturhistorischen Museums.

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