Basel Vom Zauber der Magie und Illusion

Von Gerd Lustig

Basel. „Ich hoffe, Sie verstehen, was ich gesagt habe und nicht, was ich tue.“ Fürwahr, welcher Zauberer lässt sich schon gerne in die Karten oder über die Schulter gucken. Magie ist eben Magie, Illusion muss Illusion und ein letztes kleines Geheimnis stets zurückbleiben. Das ist natürlich auch bei „Magrée“, dem erfolgreichsten Magier der Schweiz, so.

Als Gastgeber feierte er, der als Marcel Grether seit einigen Jahren in Lörrach lebt, jetzt unter dem Motto „Best of 25 years“ zwei wundervolle Zaubernächte im beide Male ausverkauften Häbse-Theater. Und weil er, der schon in Las Vegas abendfüllende und unvergessliche Shows zelebrierte, es nicht allein tat, wurde die gut zweieinhalbstündige Show zu einer kurzweiligen Angelegenheit. Mit dabei waren an diesem besonderen Abend der charmante Philippe Socrate aus Paris, der Musiker Ray Fein aus Zürich und zudem Heinz alias Pit Harting, ein harmlos aussehender Trendsetter des urbanen Entertainments, der es aber faustdick hinter den Ohren hat.

Ein ums andere Mal kamen die jeweils rund 280 Zuschauer aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Wenn ich beim Blick in die Gesichter von Erwachsenen das Funkeln von Kinderaugen sehe, gefällt mir das am meisten“, lässt „Magrée“ sein Publikum gerne wissen. Und Unzählige der Anwesenden taten ihm ganz ungezwungen diesen Gefallen.

Wohl wissend, dass die Faszination des eigentlich Unfassbaren die Menschen seit jeher fasziniert, versuchen „Magrée“ und seine Mitstreiter auch bei der Zaubernacht wieder das Unmögliche möglich zu machen.

Da gibt es neben verblüffenden Kartentricks und klassischer Artistik mit dem Seil natürlich die „schwebende Jungfrau“ oder augenblicklich verschwindende oder wieder auftauchende Menschen – schier unglaublich.

Wie kann der Magier wissen, welche Spielkarte ich mir gemerkt habe? Wie weiß die Spieldose, welchen Lieblingstitel sich die Zuschauerin ausgesucht hat? Oder: Wie kann der Kugelgeist per verschlossenem Umschlag wissen, welche Aufschrift eine willkürlich gezogene Wahrsagekarte trägt?

Fragen über Fragen, die sich an diesem denkwürdigen Abend stellen. Es sind indes Rätsel, die bewusst nicht geklärt werden. Schließlich liegt es in der Natur der Magie, dass sie von Haus aus im Verborgenen bleiben muss. Sonst wär’s ja um den Zauber schnell geschehen.

Ohne Beteiligung des Publikums ist eine Zaubernacht auch im Häbse nicht denkbar. Die Tricks und Zaubereien gehen indes nicht auf Kosten der Zuschauer, sondern sie werden behutsam in die Show eingebunden. Und so schaffen es die Künstler auch immer wieder spielend leicht, neue „Opfer“ zu finden. Schadenfreude oder gar Bloßstellen, das kommt nicht in Frage. Gleichwohl ist bei den Zuschauerprotagonisten die Verblüffung natürlich ebenso groß wie beim staunenden Restpublikum, das auch in den hinteren Rheien mittels zweier größerer Leinwände stets auf dem Laufenden und hautnah am Geschehen ist.

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