Basel Weniger Einkäufe im Ausland

Die Oberbadische, 12.01.2018 17:06 Uhr

Basel (sda) Coop-Chef Joos Sutter zeigt sich zufrieden mit dem Umsatzwachstum von drei Prozent im vergangenen Jahr – dies, obwohl im Vorjahr ein Plus von 5,1 Prozent verbucht wurde. „Unsere Strategie mit den beiden Säulen Groß- und Einzelhandel hat sich bewährt“, sagte Sutter jüngst im Interview. Bei Coop legte 2017 der Einzelhandel um 1,4 Prozent auf 17,4 Milliarden Franken zu, der Großhandel wuchs um sechs Prozent auf 13 Milliarden Franken.

Im Bereich Lebensmittel setzt Sutter große Hoffnungen in den Bio-Bereich. „Obwohl die Umsätze im Einzelhandel in den vergangenen sechs bis sieben Jahren rückläufig waren, hat unsere Knospe-Bio stetig zugelegt.“ Derzeit mache bei Coop der ganze Bio-Umsatz in der Sparte Einzelhandel einen Anteil von 13 Prozent aus; Potential sei also vorhanden. Der Bio-Umsatz liegt bei 1,3 Milliarden Franken. „Bis 2025 wollen wir den Bio-Umsatz verdoppeln“, kündigt Sutter an.

Bei den Preisen sieht Sutter im Bereich Lebensmittel keinen Spielraum nach unten. „Drei Viertel unserer Lebensmittel stammen aus der Schweiz. Hier wird es kaum Veränderungen geben“, sagt er. Hingegen sollen im Bereich Non-Food die Preise sinken. „Bei der Heimelektronik sind wir teilweise bereits günstiger als die EU, und auch Kosmetikartikel werden günstiger.“ Angesichts des erstarkten Euros werden künftig weniger Schweizer im grenznahen Ausland einkaufen, meinte Sutter. Teuerung und Löhne seien in den vergangenen Jahren in Europa stärker gestiegen als in der Schweiz, was sich in steigenden Preisen, etwa in Deutschland, niederschlagen werde. „Ich gehe davon aus, dass sich der Einkaufstourismus 2018 auf hohem Niveau stabilisieren wird.“

 
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