Basel Weniger Grenzgänger

Die gute wirtschaftliche Lage diesseits der Grenze trägt zum Rückgang der Grenzgänger bei. (Archivfoto) Foto: Michael Werndorff

Regio - In der Wirtschaftsregion Südwest leben rund 35 000 Menschen, die zum Arbeiten in die Schweiz fahren. Diese „Grenzgänger“ sind aber in den deutschen Statistiken zur Beschäftigung nicht aufgeführt. Das Schweizer Bundesamt für Statistik in Neuchâtel publiziert die Grenzgängerzahlen regelmäßig auf Basis der deutschen Landkreise.

Eine Auswertung für einzelne Gemeinden führt die Wirtschaftsregion Südwest GmbH jährlich mit Hilfe der von Schweizer Seite zur Verfügung gestellten Originalzahlen durch.

Demnach pendelten im vergangenen Jahr insgesamt 21 334 Personen aus dem Kreis Lörrach und 14 160 Personen aus dem Kreis Waldshut zur Arbeit in die grenznahe Schweiz, wie die Wirtschaftsregion Südwest (WSW) gestern mitteilte.

Verschiedene Gründe

Somit ist die Zahl der Grenzgänger aus den Kreisen Lörrach und Waldshut rückläufig. Einen Grund alleine gibt es nicht, sondern viele verschiedene Faktoren sind Auslöser für diesen Rückgang, schreibt die WSW. Alles vor dem Hintergrund der guten wirtschaftlichen Lage und die damit verbundene geringe Arbeitslosenquote in Deutschland.

Für den Kreis Lörrach gilt ähnlich wie in den Jahren zuvor, dass ein Großteil der Pendler in den großen Städten entlang der Grenze wohnhaft ist: Knapp zwei Drittel der Grenzgänger wohnen in Lörrach, Rheinfelden, Weil am Rhein und Grenzach-Wyhlen. Arbeitsstätte vieler Pendler aus dem Landkreis Lörrach ist der Kanton Basel-Stadt, wo insgesamt 10  519 Personen, und somit beinahe die Hälfte aller Grenzgänger, arbeiten. Nach Baselland fahren täglich 6364 Arbeitnehmer.

Nummer eins der Zielkantone für die Bewohner des Kreises Waldshut ist der Kanton Aargau. Knapp die Hälfte der Grenzgänger, nämlich insgesamt 6868 Personen, pendelten dorthin. Gefolgt von 3444 nach Zürich und 1225 nach Schaffhausen.

Grenznahe Kommunen

Anders als im Landkreis Lörrach wohnen zusammengerechnet nur ungefähr ein Drittel der gesamten Waldshuter Grenzgänger in den großen Städten Waldshut-Tiengen, Bad Säckingen, Wehr und Laufenburg. Dennoch liegt auch hier der Schwerpunkt in den grenznahen Kommunen am Rhein, heißt es weiter.

Inzlingen an Spitze

Etwas anders sieht es bei der Grenzgängerdichte aus. Diese errechnet sich aus dem Quotienten der Grenzgänger an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort. Die Grenzgängerdichte trifft die beste Aussage darüber, wie viele Arbeitnehmer eines Wohnortes zum Arbeiten in die Schweiz fahren.

An der Spitze im Landkreis Lörrach stehen die Gemeinden Inzlingen, Grenzach-Wyhlen, Rümmingen und Fischingen. In den großen Städten Lörrach, Rheinfelden, Weil am Rhein, Waldshut-Tiengen und Bad Säckingen liegt die Grenzgängerdichte zwischen 19,9 und 25,6 Prozent.

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