Basel Wo Kochkunst auf Artistik trifft

Magie und Bühnenzauber bietet auch die 18. Ausgabe des „Palazzo Colombino“. Foto: zVg/Tobias Sutter

Basel - Auch wenn die Veranstaltung „Palazzo Colombino“ inzwischen erwachsen geworden ist, so bleibt sie doch nach wie vor jung und spritzig wie eh und je. Am Sonntag gaben die beiden „Palazzo“-Macher Thomas Dürr und Clemens Zipse den Startschuss für die Premiere der mittlerweile 18. Auflage.

„Als Teenager erlebte unsere Veranstaltung stürmische Zeiten, aber sie hat sich fest etabliert in Basel“, freute sich Dürr bei der Begrüßung. Seit fünf Jahren nennen die Macher auch das belgische Spiegelzelt, im Übrigen das einzige in der gesamten Schweiz, ihr eigen. Just dieses Zelt bot wieder den Rahmen für Genuss, Glamour, Magie und Artistik.

Herzensangelegenheit

Eine Herzensangelegenheit war es Dürr schließlich noch, zu vermelden, dass das Spiegelzelt im Dezember auf der Rosentalanlage quasi eine kleine Schwester bekommt: Vom 19. Dezember an bekommt der „Palazzo“ Gesellschaft von einem Familienzirkus. „Ich hoffe, dass auch dieses neue Projekt ebenfalls zu einem Erfolg wird“, wünschte sich Dürr.

Sodann konnte die Show beginnen. Und gleich vorweg: Auch als Volljähriger zeigte sich der „Palazzo“ von seiner besten Seite. Von Beginn an herrschte wieder diese Atmosphäre von Begeisterung und Faszination, von Exklusivität und magischen Momenten im Raum und gab der Veranstaltung mehr als nur das „gewisse Etwas“. Knappe vier Stunden lang werden die Besucher verwöhnt, dürfen, können, ja wollen genießen – und das mit allen Sinnen.

Das Programm hat es auch in diesem Jahr wieder in sich. Ob Musik und Tanz, ob Gesang und Artistik oder ob Magie und Humor: Das „Palazzo“-Menü aus Gaumenfreuden und Artistik präsentierte sich erneut als wohlschmeckend und ließ keine Wünsche offen. Auch die Dramaturgie des Abends hatte Stil und war bestens durchdacht. Während nach und nach das exklusive Vier-Gang-Menü serviert wurde – wie immer locker-flockig und flott vom Servicepersonal an die kerzenbeleuchteten Tische gebracht –, lief dicht vor den Augen des Publikums eine variantenreiche Schau ab.

Den Zuschauern wird es fast schon schwindlig

Charmant durchs Programm geführt von Conférencier Denis Jacquillard reihten sich die Auftritte so geschmeidig wie wunderbar aneinander wie Perlen an einer Kette.

Da verblüffte der US-Amerikaner Eric Bates mit innovativer Jonglage und Balancierspielchen, da drehte sich Alexandra Royer mutig am Luftring, oder es hieß „Hand drauf“ mit Tristan und Eve bei ihrer Spitzenartistik.

Am Ende wirbelte die „Barcode Company“ am russischen Barren waghalsig bis dicht unter die Zeltkuppel, dass es einem beim Zuschauen bereits ein wenig schwindlig wurde. Davor hatte der Schweiz-Italiener Dustin Nicolodi bei gleich zwei Auftritten seine Späße auf der Bühne getrieben. Seine lockere Zunge und die cool-frechen Sprüche, dies aber stets im Bereich des gesellschaftlich guten Tons, entlockte den Zuschauern ein ums andere Mal ein herzhaftes Lachen. Ganz bewusst sollen seine Tricks haarscharf daneben gehen, aber genau das sorgte für köstliche Unterhaltung.

Und letztlich war da ja noch der Magier Sergey Stupakov, der mit ganz hoher Kunst das Publikum verzauberte. Der Mann aus der Ukraine gilt als einer der größten „Vogelzauberer“ der Welt. Wie er Tauben aus dem Ärmel schüttelt oder quasi aus dem Nichts in seinen Händen auftauchen und wieder verschwinden lässt, ist schlicht beeindruckend. Als er zum Ende seiner Show dann auch noch zwei ausgewachsene Papageien herzauberte, hatte er den Vogel völlig abgeschossen und erntete frenetischen Applaus. Zum Dank flogen die Aras drei Ehrenrunden im Spiegelzelt.

  • Weitere Informationen: Der Palazzo Colombino macht bis zum 20. Januar auf der Rosentalanlage beim Messeplatz in Basel Station. Nähere Informationen und Karten gibt es unter palazzocolombino.ch und Tel. 0041 61 / 226 90 09.

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