Basel Wolfgang Bortlik stellt neuen Roman vor

Wolfgang Bortlik lässt Friedrich Nietzsche in seinem neuen Buch ermitteln. Foto: zVg

Riehen -  Nach einer mehrmonatigen Corona-bedingten Pause eröffnet die ARENA-Literaturinitiative Riehen mit Wolfgang Bortliks Lesung aus seinem kürzlich erschienenen Roman „Allzumenschliches. Friedrich Nietzsche ermittelt“ (Gmeiner Verlag) am Dienstag, 1. September, 20 Uhr, die neue Saison. Die Veranstaltung findet im Großen Saal des Landgasthofs (Baselstrasse 38) statt, damit dem Publikum genügend Schutzabstand geboten werden kann, so die Ankündigung.

Geheimpolizist wird am Rheinufer erschlagen

Basel im September 1869. Ein Geheimpolizist wird am Rheinufer erschlagen. Er sollte im Auftrag von Bürgermeister Carl Felix Burckhardt den vierten Kongress der Internationalen Arbeiterassoziation überwachen, zu dem der berühmte russische Anarchist Michail Bakunin angereist ist. In den Fabriken, Webereien und Färbereien wird gestreikt. Das gutbürgerliche Basel ist beunruhigt – und Polizeihauptmann Weiss hat keine Ahnung, wie er den Täter ermitteln soll.

Als der Basler Großbürger Sarasin den Mord einem jungen Arbeiter anhängen will, mit dem seine aufmüpfige Tochter Nora angebandelt hat, bittet diese ihre Freundin Louise Bachofen-Burckhardt um Hilfe. Die junge Gattin des Altertumsforschers Johann Jakob Bachofen wendet sich an den 24-jährigen Friedrich Nietzsche, mit dem sie vierhändig Klavier spielt und von dessen Verstand und Intelligenz sie viel hält. Der frisch an die Universität Basel berufene Philologie-Professor nimmt sich des Falles an.

Bortlik begibt sich in das Basel vor 150 Jahren

Wolfgang Bortlik, der seit mehreren Jahren im Vorstand der ARENA-Literaturinitiative Riehen tätig ist, hat sich als Schriftsteller, Kolumnist und Rezensent einen Namen gemacht. In seinen erfolgreichen Krimis mit dem Amateurdetektiv Melchior Fischer macht er das heutige Basel zum Schauplatz. Mit seiner neuen „Criminalgeschichte“, deren Titel schon auf Nietzsche verweist, begibt sich Bortlik in das Basel vor 150 Jahren.

Sprachgewandt, mit Witz und Charme und einem tiefgründigen Wissen verknüpft er historisch verbürgte Persönlichkeiten und Geschehnisse mit fiktiven Figuren und zeichnet sehr plastisch und eindrücklich das politische und gesellschaftliche Leben aus dem Basel jener Zeit.  Moderation: Katja Fusek, Eintritt frei

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