Binzen Asphalteinbau ist in vollem Gang

Markus Adler
Der Einbau des Asphalts hat in der Mitte des Kreisels begonnen. Foto: Markus Adler

Beim zweiten Mal wird es ernst: Das Regierungspräsidium Freiburg lässt am Freitag ab 14 Uhr die Ortsdurchfahrt der L 134 von Binzen wegen der Fertigstellung am Kreisel sperren. Der Verkehr wird am Dreispitz abgefangen und umgeleitet.

Das geschieht ziemlich reibungslos, nur einige ortsunkundige Fahrzeuge mit schweizer oder französischen Kennzeichen müssen bei der Firma Glatt herumdrehen, weil sie das Vollsperrungsschild zu spät erkannt haben. Aus Richtung Binzen ist es etwas anders: Hier steht zwar ein Sicherungsfahrzeug am Kreisel, aber viele Autos mit Lörracher oder Freiburger Kennzeichen fahren doch bis zum Absperrgitter und merken erst dort, dass es kein Durchkommen gibt.

Der richtige Zeitpunkt und der Blick aufs Regenradar

Ingenieur Dieter Benz von Rapp Regioplan ist auch wieder da und hat ein wachsames Auge auf den Fortschritt der Arbeiten. Das Hauptproblem ist die Wettervorhersage: „Ein Schauer ist kein Problem, aber bei Dauerregen trocknet der Asphalt nicht, und wenn überall das Wasser stünde, ist ein Einbau unmöglich“, erzählt er.

Haben Straßenbau-Experten und das Regierungspräsidium etwa eine besondere App, die trockene Einbaubedingungen für den Asphalt garantieren kann? „Nein, wir beobachten die Wettervorhersage, und je näher der Zeitpunkt kommt, desto unruhiger wird man“, sagt Benz. „Das Regenradar ist eine ganz gute Hilfe, aber letzte Sicherheit gibt es nicht.“

Haben die Experten einmal die Entscheidung getroffen, loszulegen, hilft es ab einem bestimmten Zeitpunkt, nur noch durchzuziehen und das Beste draus zu machen. Am Freitag wird als Erstes im Innenbereich des Kreisels in Handarbeit der Asphalt eingebaut. „Das Material braucht etwa 24 Stunden, bis es abgekühlt ist“, erläutert Benz. Die meisten Fußgänger und Radler werfen nur einen kurzen Blick auf die Baustelle und fahren dann weiter.

Markierungsarbeiten werden verschoben

Teil zwei des Einbaus ist am Samstag die Fläche, auf der später der Verkehr rollen wird. Der Asphalt wird übrigens frisch für den Einbau durch die Fachfirma Schleith hergestellt und erst kurz vor knapp „angerührt“. „In dem Zeitplan bis Montagfrüh ist eigentlich gar keine Luft drin“, sagt Benz, denn die Vollsperrung an dieser wichtigsten Verbindung ins Kandertal ist schon auf das absolute Mindestmaß reduziert worden. Die Asphaltarbeiten an der Bushaltestelle am evangelischen Altenwerk sind wie geplant erfolgt, nur die Blindenleitstreifen fehlen noch.

Für Sonntag zeigt das Regenradar übrigens deutlich schlechtere Bedingungen als am Freitag: Die Markierungsarbeiten müssen wahrscheinlich verschoben werden, beholfen wird sich mit einer provisorischen gelben Markierung.

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