Binzen Ein Abend voller Klassiker

Christoph Schennen
Kevin Pabst, Paul Potts, Juliane Schenk und Bernhard Hirtreiter (von links) bereiteten dem Publikum in Eimeldingen einen unterhaltsamen Abend. Foto: Christoph Schennen

Freunde der niveauvollen Unterhaltung sind am Samstagabend in der Reblandhalle voll auf ihre Kosten gekommen. Der Wittlinger Trompeter Kevin Pabst hatte ein Konzert mit Paul Potts, Bernhard Hirtreiter, Juliane Schenk und dem Klassik-Ensemble organisiert. Zu hören waren Stücke aus Opern, Operetten, Musicals und Filmen, aber auch populäre Stücke.

Von Christoph Schennen

Eimeldingen - Mit dem Lied von Joseph Schmidt, „Ein Lied geht um die Welt“, begann das Konzert. Vorgetragen wurde es vom Tenor Bernhard Hirtreiter, einem Gründungsmitglied der Jungen Tenöre, der vor 16 Jahren seine Solokarriere gestartet hat und im gleichen Stimmfach wie Paul Potts singt.

Ihm folgte der Gastgeber, der aus Funk und Fernsehen bekannte Trompetensolist Kevin Pabst, der zunächst einige Worte an das Publikum richtete: „Heute Abend ist unsere einzige Veranstaltung mit Paul Potts“, betonte er, ehe er das Klassik-Ensemble vorstellte. Es besteht aus Florian Schäfer (Piano), Karsten Gnettner (Kontrabass) und Stephan Reiser (Klarinette, Saxophon). Sie begleiteten die Solisten.

Nachdem Hirtreiter zwei weitere Lieder gesungen hatte, darunter das Stück „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“ aus „My Fair Lady“, bot Kevin Pabst wundervoll-schwelgerische Töne mit seiner Trompete dar. Er präsentierte einige Titel von seinem Album „Zeitreise“: „In einem kühlen Grunde“, „Ich bete an die Macht der Liebe“, später dann „Green Green Grass of Home“. Hirtreiter unterstützte ihn dann gesanglich bei „Quando quando quando“, ein Stück, das ebenso wie das vorgetragene „Parla Piu Piano“ aus „Der Pate“ ein Klassiker ist. Bei „Candy Man“, dem größten Erfolg von Sammy Davis, Jr., sang Pabst auch. Anklänge von Blues, Bigband-Sound und Klezmer waren vereint bei „Mitternacht in Moskau“.

Auch deutsche Lieder im Programm

Paul Potts sang bei seinem Auftritt neben italienischen Klassikern wie „Funiculì, Funiculà“ (Turco, Denza) und „Caruso“ von Lucio Dalla auch deutsche und internationale Lieder wie „Verschwiegene Liebe“ von Hugo Wolf, „Cielito Lindo“ von Cortés, Lieder aus Opern oder Operetten wie das „Wolgalied“ aus „Der Zarewitsch“ oder das Trinklied „Libiamo, ne’ lieti calici“ (Brindisi) aus „La Traviata“. Begeisterung beim Publikum löste auch „Moon River“ (Henry Mancini) aus, ein Lied aus dem „Great American Songbook“.

Nach der Pause brillierte die Sopranistin Juliane Schenk mit „Meine Lippen, Sie küssen so heiß“ aus „Giuditta“, „Lippen schweigen“ aus „Die lustige Witwe“ und der Arie „Ach so fromm“ aus „Martha“. Sie tanzte sogar „Du hast Glück bei den Frau´n, Bel Ami“ mit Hirtreiter. Paul Potts bot noch „Somewhere“ aus der „West Side Story“, „Take on me“ von a-ha und natürlich die Lieder dar, mit denen vor 15 Jahren seine Karriere begonnen hat: „Nessun dorma“ (Turandot) und zusammen mit den anderen Künstlern „Con te partirò“, besser bekannt als „Time to say goodbye“.

Potts schaffte durch seine Auftritte in der Castingshow „Britain’s Got Talent“ seinen Durchbruch. Jüngst verwandelte er sich in „The Masked Singer“ in einen Koala.

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