Binzen Grundschule Vorderes Kandertal: Digitale Boards kommen

Beatrice Ehrlich

Auch wenn einige Verbandsgemeinden noch Vorbehalte hatten: 22 interaktive Boards sollen so bald wie möglich gekauft werden.

Von Beatrice Ehrlich

Binzen. In einem Antrag an die Verbandsversammlung, die gestern ihren Haushalt für 2022 beschlossen hat, hatte die Gemeinde Eimeldingen eine Verschiebung der Maßnahme ins Haushaltsjahr 2023 gefordert. Knapp 50000 Euro würden beim Verband für die Anschaffung und Installation der Tafeln fällig. Da für die Verbandsgemeinden noch keine Eröffnungsbilanzen vorlägen, sollten die kommunalen Haushalte geschont werden, argumentierte Eimeldingens Bürgermeister Oliver Friebolin. „Ich bin nicht gegen die Anschaffung, hätte sie aber gerne ein paar Monate verschoben, bis wir wissen, wo wir stehen“, präzisierte er im Nachgang zur Versammlung. Bedenken hatte auch Gerhard Welzel aus Wittlingen geäußert.

Digitalisierung sei ein „Ad-on“ argumentierte er. Vorne im Klassenzimmer stünde immer noch der Lehrer. Als kleine Gemeinde sehe man sich mit den Kosten überfordert. Dies wollte er aber nicht so verstanden wissen, dass man die Entwicklung der Schule hintanstelle. Nach einer längeren Debatte wurden Anschaffung und Installationskosten für die interaktiven Boards als geplante Investition im Haushaltsplan beibehalten, und damit dem Wunsch einer Mehrheit der Verbandsgemeinden stattgegeben.

Befürworter setzen sich nach Debatte durch

Für die Anschaffung starkgemacht hatte sich im Vorfeld Schulleiter Reiner Kaiser, der für seine Grundschule mit 363 Schülern bereits einen Medienentwicklungsplan erstellt hat. „Bitte sorgen Sie dafür, dass Sie uns mit einem gefühlten Quantensprung endlich aus der digitalen Steinzeit führen und nicht weitere Zeit ins Land geht“, lautete sein flammender Appell an die Entscheidungsträger. Auch die Schulung der Lehrkräfte im Rahmen eines pädagogischen Tags hat der Schulleiter bereits geplant.

Um die Mitgliedsgemeinde nicht zu überfordern, stellte der Verbandsvorsitzende Andreas Schneucker die Finanzierung der Boards mit Mitteln aus positiven Rechnungsergebnissen der Vorjahre in Ausssicht. Mit diesem Vorschlag ließen sich am Ende auch die zögernden Gemeinden von der Anschaffung und Installation der digitalen Tafeln überzeugen. Nach dem erfolgten Beschluss zum Haushaltsplan kann es laut Verbandsgeschäftsführer Dominik Kiesewetter jetzt schnell gehen. „Wir sind auf der Zielgeraden“, freut er sich.

Anträge für Fördergelder schon in der Schublade

Von seiner Seite aus sei alles vorbereitet: Der Antrag für die Zuschüsse aus Mitteln des Digitalpakts in Höhe von 115000 Euro soll noch in diesem Jahr gestellt werden, gleichzeitig werde man sich bei verschiedenen Herstellern über die digitalen Boards informieren, kündigte Kiesewetter an.

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