Binzen Ideen aus Wettbewerb umgesetzt

Das Neubaugebiet Kandergrund ist in drei Abschnitte unterteilt. Foto: Rapp RegioPlan

Binzen - Das erste Konzept für das Neubaugebiet „Kandergrund“ in Binzen steht. Bei dem „Wettbewerb der Ideen“ wurde besonders nach einem Gestaltungsplan für ein „buntes, lebendiges und kleinteiliges Quartier“ gesucht. Kurt Sänger vom Büro „Rapp Regioplan stellte nun den Erschließungsplan in der Gemeinderatssitzung vor.

Das Neubaugebiet wird in drei Abschnitte unterteilt. Zuerst soll mit Hof 1 begonnen werden, danach folgen Hof 2 und Hof 3.

In der Mitte des „Kandergrunds“ sind Nachbarschaftsplätze angedacht sowie ein Landschaftsfenster mit Parkplätzen. Die Nachbarschaftsplätze sind in zwei Bereiche unterteilt. Im oberen würde ein Treffpunkt mit großzügigem Platz für Sitzmöglichkeiten und einem Bouleplatz entstehen. Im Bebauungsplan festgelegt sind Bäume, die auch zur Beschattung dienen sollen. Bewegungsangebote wie ein Kletterparcours könnten dann im unteren Teil des Nachbarschaftsplatzes angelegt werden. Bäume würden in diesem Abschnitt reduziert gepflanzt werden.

Das Landschaftsfenster dient als Abgrenzung zu den landwirtschaftlichen Flächen. Sänger schlug vor, dort Parkplätze oder auch Stellplätze für Fahrräder anzubringen. Der Ort könnte gleichzeitig auch Freifläche für Kinder bieten.

Zu weiteren Maßnahmen des Neubaugebiets gehört auch der Rückbau von Parkplätzen und des Gehwegs südlich des Birkenwegs. Dafür soll ein Gehweg nördlich dieser Straße entstehen, sowie weitere Parkplätze an der Ecke Am-Sportplatz-Verlängerung. „Innerhalb des Neubaugebiets entsteht ein öffentliches Wegenetz, dann brauchen wir im Birkenweg keinen beidseitigen Bürgersteig“, erklärte Sänger.

Ina Koska fragte nach den Radwegen in dem neuen Baugebiet. „Das Radwegenetz wollen wir noch unter die Lupe nehmen“, sagte Sänger, aber fügte hinzu, dass die Fahrradfahrer in beide Richtungen auf dem Birkenweg fahren können. Im Nordwesten soll dann auch eine Querungshilfe angelegt werden. Aber Näheres werde Sänger noch mit der Fahrradbeauftragten des Landkreises besprechen.

Der Gehweg entlang des Kanderwegs würde bleiben, aber bei der kommunalen Bebauung enden. Dafür könne er aber an der Fischerstraße fortgeführt werden, so Sänger. Der Kanderweg müsste allerdings für die Logistik des Hieber-Markts umgebaut werden, und zudem bräuchte es noch eine Lärmschutzwand.

Entlang der öffentlichen Wege sollen Sickermullen eingesetzt werden. Sänger schlug als Bepflanzung dieser vor allem Mischpflanzen vor. „Bei diesen Pflanzen ist der Aufwand und Unterhalt dieser Grünflächen für die Gemeinde deutlich geringer“, erläuterte Sänger.

Für die Modellierung des Versickerungsbodens benötige es allerdings einen 30 Zentimeter starken Aufbau aus Oberboden mit abschließender mineralischer Mulchschicht. „Damit das Wasser langsam ablaufen kann, muss dort die Rückhaltungsmenge gepuffert werden“, erklärte Sänger. Im Zuge der Bauarbeiten bei Hof 1 käme noch hinzu, dass die Mischwasserleitung verlegt werden müsste.

Für den Bauabschnitt Hof 1 kämen dann Kosten in Höhe von zirka 818 000 Euro auf die Gemeinde zu. Günstiger würde die Arbeiten bei Hof 2 und 3 (700 000 und 326 000 Euro) werden. Zusammengefasst kostet das Vorhaben mehr als 1,8 Millionen Euro.

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