Binzen Im Einsatz für Steinkäuze und Kröten

Franz Preiss vom Nabu Foto: Alexandra Günzschel

Binzen - Eine große Rolle hat bei der Rebbegehung in Binzen das Thema Naturschutz gespielt. Und so stattete die Gruppe auch Franz Preiss vom Nabu im Rebberg einen Besuch ab. Er hat sich in Binzen insbesondere durch die Förderung der dortigen Steinkauz-Population einen Namen gemacht. Weniger bekannt ist, dass er sich für die Geburtshelferkröte einsetzt, die er auch „Möndli“ oder „Glöckle-Frosch“ nennt.

Das Tier brauche Sand und Kies sowie offenes Land, erklärte Preiss den rund 30 Teilnehmern auf seinem Grundstück, das genau diese Bedingungen bietet. Doch der Erhalt des offenen Geländes mache auch viel Arbeit, erklärte der Naturschützer. Hilfe bekommt er dabei von Nabu-Mitgliedern und anderen Interessierten.

„Das Möndli bleibt immer an dem Ort, wo es auch geschlüpft ist“, wusste Preiss zu berichten. Die Kaulquappen seien sehr groß und könnten in nicht ganz zugefrorenen Teichen sogar überwintern. Weil das Möndli aber so ortsfest ist, bräuchte es eigentlich ein ganzes Netz an nahe gelegenen geeigneten Standorten, damit ein genetischer Austausch stattfinden kann, führte Preiss weiter aus.

Pflegeleichter ist da schon die Kreuzkröte, die sich weiter unten in der Ebene offenbar sehr wohl fühlt. Preiss und seine Mitstreiter sind der Population durch ihre lauten Rufe auf die Schliche gekommen. Diese Amphibienart braucht flache Gewässer. Um sie zu finden, müsse sie mobil sein, erklärte Preiss.

Insgesamt sei das Projekt ein großer Erfolg, so Preiss‘ Fazit. Neben der Geburtshelferkröte fühlen sich auf seinem Gelände offenbar auch Zauneidechsen und Grasfrösche wohl. „Wir hoffen noch auf Ringelnattern und Schlingnattern“, verriet er. Das Weinhähnchen, eine Grillenart, die blauflügelige Sandschrecke oder die schwarz-blau schillernde Holzbiene wurden bereits gesichtet.

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