Binzen Jugendarbeit konzeptionell angehen

Jörg Klaue wirbt für das Jugendtrainingslager im Sommer.                                                                                                                                             Foto: Alexandra Günzschel Foto: Weiler Zeitung

Der Tus Binzen will seiner Jugend beides bieten: die Freude am Spiel, sowie die Möglichkeit, ambitioniert zu trainieren und sich dem Wettbewerb mit anderen zu stellen. Auch um diesen Spagat zwischen Breitensport und Leistungssport besser hinzubekommen, wurde vor zwei Jahren ein Konzept für die Jugendarbeit entwickelt.

Von Alexandra Günzschel

Binzen. Über Einzelheiten der konzeptionellen Jugendarbeit berichtete im Pressegespräch der neue Jugendleiter des TuS Binzen, Jörg Klaue. Gemeinsam mit drei weiteren „positiv fußballverrückten“ Vereinsmitgliedern, wie er sagt, hat er das Konzept ausgearbeitet. Kurz darauf wurde es vom Vorstand absegnet, der seine Unterstützung zusagte.

„Corona hat uns in der Umsetzung zurückgeworfen“, bedauert Klaue. Trotzdem sei man weiter positiv gestimmt. Das Konzept sieht unter anderem vor, jeder Altersstufe der TuS-Jugend einen lizenzierten Trainer zur Seite zu stellen. Doch derzeit seien von 30 Trainern gerade einmal vier entsprechend ausgebildet. Nichts Ungewöhnliches für Vereine in kleinen Gemeinden, wie der Jugendleiter meint, aber dennoch unbefriedigend.

Dem will man nun entgegenwirken. „In den letzten Tagen konnte ich zwei Trainer hinzugewinnen“, freut sich Klaue. Angehende qualifizierte sportliche Betreuer können sich dank guter Online-Angebote des Südbadischen Fußballverbands in Sachen Trainerausbildung trotz Corona vorbereiten.

Ballgefühl fördern

Zwar gebe es auch nicht-lizenzierte Trainer, die sehr gute Arbeit leisten, weiß Klaue, doch fehle ihnen oft das konzeptionelle Denken. „Wir wollen von der G- bis zur A-Jugend eine altersgerechte Ausbildung aller Spieler gewährleisten, um gut aufgestellt zu sein“, erklärt der Jugendleiter. Letztlich sei es das Ziel, die Jugend in die Aktivmannschaften zu überführen.

Der hohe Anspruch beginnt schon bei den Kleinsten. Der TuS Binzen orientiert sich bei ihrer Ausbildung an den Grundsätzen der Ballschule Heidelberg, die Allgemeinmotorik, Ballgefühl und den Spaß an der Bewegung fördern will. Dafür brauche es qualifizierte Trainer, betont Klaue.

Und mit diesem Ziel vor Augen hat der Verein investiert. Ein kleiner Fitnessraum wurde im neuen Sportlerheim ebenso eingerichtet wie eine Trainerbibliothek mit Fachliteratur. Seit vergangener Woche hat der TuS Binzen sogar einen vereinseigenen Arzt.

Teil des Jugendkonzepts ist auch das Fußballcamp für Sieben- bis 16-jährige Mädchen und Jungen in der ersten Sommerferienwoche vom 2. bis zum 6. August in diesem Jahr. Veranstaltet wird das Trainingslager von der Jugendakademie des berühmten Real Madrid. Klaue spricht von einem der besten Ausbildungskonzepte mit modernster Technik. Und für einige winkt am Ende ein Finale im Estadio Santiago Bernabéu in Madrid.

Schon jetzt können sich fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche dafür anmelden unter www.tus-binzen.de oder www.frmclinics.com.

Umsetzung braucht Zeit

Klaue schätzt, dass es mindestens fünf Jahre dauern wird, „bis alles so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben“. Der Dank des neuen Jugendleiters gilt der Gemeinde für die neue Sportanlage sowie seinen Vorgängern in der Jugendleitung, Daniel Merle und Klaus Winkler, die sehr viel geleistet und die Grundlagen geschaffen hätten. Zudem freut sich Klaue über die vielen Aktivspieler, die sich in der Jugendarbeit einbringen.

Jetzt hoffen er und seine Mitstreiter, dass zumindest in kleinen Gruppen bald wieder trainiert werden darf. Selbst von Schnee und Eis, zeigt sich Klaue überzeugt, würden sich die meisten Jungs derzeit kaum abschrecken lassen. Neue einheitliche Trainingsanzüge in den Vereinsfarben rot/weiß/schwarz stehen jedenfalls bereit. Sie wurden von der Firma Glatt gesponsert.

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