Binzen Mit Naturstein-Mauern und vielen Pflanzen

Ingmar Lorenz

Das Neubauprojekt „Im Freihof“ in Binzen war im Sommer kontrovers diskutiert worden. Die Gemeinderäte stimmten seinerzeit mit knapper Mehrheit zu, forderten zugleich aber die Vorlage eines Freiflächenplans. Dieser wurde dem Gremium nun vorgestellt.

Von Ingmar Lorenz

Binzen. Christina Buchmann vom Büro Gutmann & Buchmann Landschaftsarchitekten legte dar, wie die Freifläche um die beiden Gebäude, die auf dem Gebiet gegenüber der Kirche entstehen werden, aussieht. Eine Besonderheit des Gebiets sei der Höhenunterschied. Denn der nördliche Bereich, der an den Kirchenvorplatz anschließt, liegt rund drei Meter tiefer als die geplanten Eingänge der Gebäude. „Diese Höhendifferenz werden wir mit Mauern abfangen“, erklärte Buchmann.

Dies soll in drei Stufen geschehen. Der Mauer im unteren Bereich kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, da sie nach außen weitgehend sichtbar sein wird, während die Mauern auf den beiden anderen Stufen hinter einer dichten Bepflanzung weniger präsent sein werden. „Wir planen in diesem Bereich eine sehr intensive Bepflanzung“, erklärte Buchmann mit Blick auf die östliche Außenanlage. Unter anderem sollen dort verschiedene Sträucher angelegt werden. Neben der Zufahrt zur Tiefgarage im Norden ist zudem geplant, eine Linde zu pflanzen, die auch als Ergänzung der drei bereits bestehenden Linden auf dem Kirchenvorplatz dienen soll.

Die Mauer im unteren Bereich wird in Teilen aus Naturstein, in Teilen aus Ortbeton sein. In der Ausgestaltung erinnere sie an die zahlreichen Mauern, die es Binzen bereits gibt, legte Buchmann anhand mehrerer Beispiele in ihrer Präsentation dar.

Im westlichen Bereich wird das Erdreich ebenfalls durch Mauern abgefangen, damit für die Zufahrt zur Garage eines Anwohners ausreichend Platz bleibt. Weiter im Süden sind Mauern dann nicht mehr nötig, da das Gefälle dort weniger stark ausgeprägt ist.

Reaktionen der Gemeinderäte

Seitens der Gemeinderäte gab es für die vorgestellten Pläne viel Lob. Allerdings richteten sowohl Oliver Baumert als auch Ina Koska den Blick auf den nördlichen Bereich des Neubauprojekts, in dem sich eine Garage und die Zufahrt zur Tiefgarage befinden werden. Hierbei stand die Befürchtung im Raum, dass der topografisch bedingte Höhenunterschied durch die Zufahrt zur Tiefgarage optisch noch stärker ins Gewicht fallen könnte. Stephan Färber von der Stadtbau Lörrach konnte diesbezüglich allerdings ein Stück weit Entwarnung geben. Denn eben aufgrund des topografischen Höhenunterschieds führe die Tiefgarageneinfahrt kaum nach unten. „Man fährt fast gerade rein.“ Wie Buchmann mit Blick auf den Carport ergänzte, sei dort zudem eine Dachbegrünung vorgesehen.

Baumert stellte darüber hinaus die Frage nach der Verbindlichkeit der vorgestellten Außenplanung. Er wollte wissen, ob deren Umsetzung verpflichtend in den Bauantrag einfließen könne.

Man gehe davon aus, dass die vorgestellten Pläne auch so umgesetzt werden, entgegnete Bürgermeister Andreas Schneucker. In den Bauantrag könne eine entsprechende Verpflichtung aber nicht einfließen, weil dieser bereits genehmigt sei.

Binzen (ilz). Ein in der Sitzung anwesender Anwohner brachte abseits des Themas Freiflächenplanung erneut die Verkehrsführung ins Spiel. Diese war bereits im Sommer bei der Debatte über den eigentlichen Bauantrag kontrovers diskutiert worden. Befürchtet wird seitens des Anwohners eine Zunahme des Verkehrs, sobald das Projekt fertiggestellt ist, aber auch Beschädigungen durch Baufahrzeuge während der Baumaßnahmen. Entsprechende schlechte Erfahrungen habe er bereits im Zuge der derzeit laufenden Arbeiten machen müssen, teilte der Mann sichtlich aufgebracht mit.

Hinsichtlich der Baufahrzeuge regte Bürgermeister Schneucker an, das Gespräch mit dem Bauherrn zu suchen. Was die befürchtete Zunahme des Verkehrs nach Fertigstellung des Projekts angeht, erklärte er, dass die Prüfung durch ein Fachbüro ergeben habe, dass damit nicht zu rechnen sei. Allerdings betonte der Bürgermeister zugleich, dass man sich die Situation gemeinsam mit den Anwohnern genau anschauen wolle, um auch abseits von Plänen und Daten dem individuellen Verhalten der Binzener Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich Rechnung zu tragen. „Wir werden rechtzeitig auf Sie zukommen“, versprach der Bürgermeister.

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