Binzen Pleiten, Pech und Pannen

Die Schnitzelbank-Sänger Hans Krebs, Harald Ohm, Anna Krebs und Hans Probst (von links) trugen bei der Fasnachtseröffnung allerhand Interessantes aus dem Kandertal vor. Foto: Ralph Lacher

Binzen - Ohne Hektik, ruhig und gediegen startete die Narrenzunft Binzener „Thonnerknaben“ in die Kampagne. Beim Beizenbummel, der die Stationen „Mühle“ und „Schwanen“ umfasste, wurde nicht nur das neue Motto „S’chunt alles emol ans Licht“ vom neuen Oberzunftmeister Oliver Müller und seinem Vorgänger und Stellvertreter Dietmar Weiss vorgestellt (wir berichteten). Es bestand auch Gelegenheit, sich beim Genuss von Speis und Trank, gesponsert von den jeweiligen Wirtsleuten, zu unterhalten. Aber auch unterhalten zu werden – nämlich von den Schnitzelbank-Sängern Harald Ohm, Hans Krebs, Hans Probst und Anna Krebs.

Bei der offiziellen Motto-Verkündung in der „Mühle“ hieß der Oberzunftmeister (Ozume) besonders Bürgermeister Andreas Schneucker und seinen Kollegen von der Paten-Zunft „Isteiner Drübel“, Johannes Britsche, willkommen und bedankte sich beim Mühle-Team für Wein, Sekt, Saft und Häppchen. Nach einem vielkehligen dreifachen „Narri Narro“ überließ das Narrenzunft-Führungsduo das Geschehen den Schnitzelbank-Sängern.

Thema Dreispitz

Die „Helgen“, Gemälde, die das Gesungene bildlich aufgreifen, kamen von Benedikt Ohm. Als „Helgendrüller“ betätigten sich Kathrin Probst und Sophia Müller. Zur Melodie „Mariechen saß weinend im Garten“ nahmen die Schnitzelbänkler mit mehr oder weniger tiefsinnigen Versen lokale Pleiten, Pech und Pannen des vergangenen Jahres aufs Korn.

So kam zum Beispiel der Erfolg im Bemühen um den Erhalt des Dreispitz’ zur Sprache („Wenn d’Damann de Teufel an d’Wand duet mole, din mir halt wieder s’Fernseh hole“), ebenso wie kleinere Probleme von Nachbarbürgermeister Oliver Friebolin, der weniger Erfolg mit seinem „Verkehrshindernis“ hatte – das Entenei im Eimeldinger Kreisel musste weg und fristet nun ein kümmerliches Dasein im Werkhof.

Dass „uff Binze chunnt kei Blitzer“, aber nach Wittlingen schon, wusste das Binzener Narren-Quartett schlüssig zu erklären: „Dört rase si eifach due, will keine hät Zit. Un aluege chasch sowieso garnüt, un Chander isch no wit“.

Die vier Combo-Mitglieder machten sich außerdem ihren Reim auf die Frauen-Quote in der großen Politik („D’Wiber wenn regiere, egal in welcher Partei. Doch Schönheit isch nit alles, leug a die Theresa May.“) Auch SPD-Chefin Andrea Nahles und ihre zupackende Art kam zu Binzener Schnitzelbank-Ehren.

„Damit haben wir sicher Lust auf mehr Binzener Fasnacht gemacht“, war sich Oliver Müller sicher und wies auf Narrenbaumstellen am 9. Februar, den Zunftabend am 16. Februar und den großen Sonntagsumzug am 24. Februar hin.

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