Binzen Positive Signale für Tempo 30 auf der Hauptstraße

Wenn alles läuft wie geplant, gilt ab hier auf der Hauptstraße in Binzen bald Tempo 30 bis zum Ortsausgang Ost. Foto: Alexander Günzschel

Binzen - Tempo 30 auf der Hauptstraße in Binzen soll kommen. Spätestens zum Ende der Sommerferien rechnet Bürgermeister Andreas Schneucker mit der Anordnung und Umsetzung der Geschwindigkeitsreduzierung im Ort.

Das Landratsamt Lörrach habe zugestimmt. Jetzt gelte es, dazu noch die Verkehrsbehörde beim Regierungspräsidium zu hören, zeigte sich der Bürgermeister optimistisch im Hinblick auf eine baldige Umsetzung, wie es sich viele Binzener wünschen. Die Gemeinde muss nun noch einen Verkehrsplan erstellen, der die Standorte der Tempo-30-Schilder festlegt. Tempo 30 soll auf der Hauptstraße in dem Bereich zwischen den beiden Kreuzungsstellen mit der Blauenstraße gelten.

Zum Hintergrund: Ende vergangenen Jahres hatte die Gemeinde einen Lärmaktionsplan erstellen lassen mit dem Ergebnis einer klaren Empfehlung für Tempo 30 auf der Hauptstraße, was rein rechtlich schon die Grundlage für eine Anordnung darstellt. Ende Februar überreichten Bürger im Gemeinderat eine Unterschriftenliste mit 120 Unterzeichnern für eine baldige Umsetzung. Sie befürchteten, die Chance könnte sonst ungenutzt verstreichen. Anfang März folgte der einstimmige Beschluss des Gemeinderats zum Lärmaktionsplan und somit für Tempo 30.

Schon im Frühjahr kam darüber hinaus die Idee auf, gleich im ganzen Dorf Tempo 30 einzuführen. Denn abgesehen von der Hauptstraße gibt es in Binzen nur noch ein kleines Teilstück, auf dem 50 Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfen. Es handelt sich um den Bereich hinter dem Bahnübergang an der Straße „Am Sportplatz“ bis zum Birkenweg.

Beschränkung auf Probe

Eine Geschwindigkeitsreduzierung ist hier besonders deshalb wünschenswert, weil sich mit der Verlegung der Sportplätze an der Kreuzung beim Neumattenweg ein neuer Gefahrenpunkt, insbesondere für radelnde Kinder, ergeben hat. Darauf wies Oliver Baumert am Donnerstag hin. Für das Denkmal „Dreispitz“ im Kreisverkehr gehe das doch auch, bemängelte er. Denn diese Woche wurde bekannt, dass für die Zufahrt auf den Kreisverkehr nun für ein Jahr Tempo 50 auf Probe gelten soll. Auch Schneucker fand die Einführung von Tempo 30 im Bereich der Sportplätze wichtig, eventuell als 30er-Zone, in der dann rechts vor links gilt.

Die Hauptstraße indes soll Vorfahrtsstraße bleiben. Zusätzlich zur Geschwindigkeitsreduzierung ist am östlichen Ortsausgang eine bauliche Verschwenkung der Fahrbahn geplant, die den Verkehr von der Lucke her abbremsen soll.

Nadja Lützel wollte wissen, wie das Tempolimit später kontrolliert werde. Den oftmals größeren Lärm durch Motorradfahrer sprach Sigurd Hagen an. Die Frage danach, ob auf dem Tempo-30-Schildern später Lärmschutz stehen müsse, beantworte Ortsplaner Stephan Färber: „Der Autofahrer soll wissen, worum es geht.“

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