Binzen PV-Anlagen und Nachverdichtung im Fokus

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In Binzen werden weiterhin die Weichen für die Zukunft gestellt. Foto: zVg/Gemeinde Binzen

Binzen (ilz). Zahlreiche Bürger haben sich an der Online-Umfrage zur Gemeindeentwicklung in Binzen beteiligt. Die Kommune greift daher nun zwei Themen gesondert auf, die besonders gefragt und zugleich zukunftsträchtig sind: zum einen die Energiegewinnung durch PV-Anlagen, zum anderen die Nachverdichtung durch Umzug.

Für beide Themen wird es sogenannte Dorfgespräche (siehe Infokasten) geben, bei denen die Bürger sich informieren können, hieß es bei einem Pressegespräch mit Bürgermeister Andreas Schneucker und Frank Leichsenring vom Büro Komm...zept.

Einen modernen Ansatz verfolgt die Gemeinde beim Thema Nachverdichtung. „Wir haben in Binzen überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser – oft mit großen Grundstücken“, legte Schneucker dar. Zugleich aber sei die Bevölkerungsdichte gering. Sprich: Es leben häufig nur eine, oder zwei – oft ältere – Personen in großen Häusern. Wie die Umfrage gezeigt habe, gebe es eine beträchtliche Anzahl von Hausbesitzern, die sich vorstellen können, in eine kleinere Wohnung, zum Beispiel im Gebiet „Kandergrund“, umzuziehen. Würden die Häuser dann etwa von Familien mit Kindern erworben, würde Wohnraum für mehr Menschen zur Verfügung stehen, ohne dass auf Maßnahmen wie Geschosswohnungsbau zurückgegriffen werden müsste, so die Idee der Nachverdichtung durch Umzug. Zugleich hätten gerade ältere Mitbürger die Gelegenheit, in eine altersgerechte, barrierefreie und zentrumsnahe Wohnung umzuziehen.

60 Personen, die sich an der Umfrage beteiligt hatten, erklärten, dass sie sich den Verkauf ihres Hauses und den Umzug in eine kleinere Wohnung vorstellen könnten. Hochgerechnet auf die Gemeindebevölkerung seien das 155 Personen, legte Leichsenring dar. Das Potenzial für diese Form der Nachverdichtung sei also enorm.

60 Bürger haben Interesse bekundet

Das liege laut Leichsenring unter anderem am demografischen Wandel und den sich ändernden Bedürfnissen im Alter. Während für Jüngere beispielsweise ein Garten wichtig sei, könne dieser für Ältere zur Belastung werden. Senioren wiederum legen häufig eher Wert auf das Vorhandensein eines Aufzugs, während die jüngere Generation dem eher keine Priorität beimisst.

Die Gemeinde wolle künftig als eine Art Schnittstelle fungieren, um jenen Bürgern unter die Arme zu greifen, die sich einen Umzug in eine kleinere Wohnung wünschen, erklärte Schneucker. „Es ist natürlich ein heikles Thema“, ist sich der Bürgermeister bewusst. Für viele komme der Verkauf des eigenen Hauses allein schon aus emotionalen Gründen nicht infrage. Wer sich einen Verkauf seines Hauses und den Umzug in eine kleinere Wohnung allerdings vorstellen kann, aber nicht weiß, wie dabei vorzugehen ist, wird von der Gemeinde informiert und unterstützt.

Noch viel Potenzial bei PV-Anlagen

Ein weiteres Thema, das in der Online-Umfrage auf großes Interesse gestoßen war, ist die Energiegewinnung durch PV-Anlagen. „Wir könnten 70 Prozent unseres Energiebedarfs decken“, weist Schneucker auf das Potenzial entsprechender Anlagen auf den Dächern hin. Ein Blick vom Tüllinger auf Binzen zeige jedoch, dass es diesbezüglich noch Luft nach oben gebe.

Auch diesbezüglich will die Gemeinde den interessierten Bürgern Unterstützung bieten, Kontakte vermitteln und Informationen zur Verfügung stellen.

Das Dorfgespräch zum Thema Nachverdichtung soll am 15. Dezember stattfinden. Bereits für den 1. Dezember ist das Dorfgespräch zum Thema Energiegewinnung durch PV-Anlagen geplant. Über die Details wird die Gemeinde noch informieren.

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