Binzen Rad- und Fußwege sichern

Nicht ganz ungefährlich: Die Rad-Unterführung am Dreispitz-Kreisel wird von vielen Berufspendlern und Schülern täglich durchfahren. Foto: Alisa Eßlinger Foto: Weiler Zeitung

Binzen (aje). „Hallo, hallo“, ruft jemand aus der Öffnung der Rad-Unterführung am Dreispitz in Binzen. Erst sieht man nichts. Kurze Zeit später schießt ein Fahrradfahrer um die Kurve und wird sichtbar. Andere klingeln, um sich bemerkbar zu machen.

Unübersichtlich durch enge und kurvige Fahrbahn

Jeden Tag nutzen vor allem Berufspendler und Schüler den Radweg parallel zur L 134. Die Strecke unter der Autobahnauffahrt zur A 98 hindurch nach Binzen oder Haltingen ist dabei unausweichlich. „Der Fahrradverkehr ist extrem“, betonte Bürgermeister Andreas Schneucker in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Er selbst nutzt die Unterführung und weiß, dass die zu enge Fahrbahn gerade in Stoßzeiten gefährlich werden könnte. Zwar seien laut Schneucker bei der Polizei seit 2014 keine Unfälle mehr gemeldet worden, dennoch sei die Unterführung durch die Links- und die direkt folgende Rechtskurve sehr unübersichtlich. „Es ist unbestritten, dass dort keine gute Unterführungsmöglichkeit gegeben ist.“

Zur Vorsicht wurde an den beiden Ausgängen der Unterführung ein Warnschild aufgestellt, dass auf Schrittgeschwindigkeit hinweist. „Theoretisch wären das sieben bis zehn Kilometer pro Stunde, aber das fährt dort niemand“, fügte Schneucker hinzu.

Eine weitere Gefahrenquelle stelle die Querungshilfe nach dem Dreispitz-Kreisel Richtung Binzen dar. Diese liege ebenfalls für viele auf der Strecke zur Arbeit oder zur Schule.

Im Rahmen des Antrags der Bürgerliste zum Thema Dreispitzskulptur wurde eine Geschwindigkeitsregulierung auf allen drei Kreisverkehr-Zufahrten von 70 auf 50 Kilometer pro Stunde angeordnet. Hierzu wurde eine öffentliche Verkehrsschau beim Landratsamt Lörrach beantragt. Bei dieser sollen dann beide Gefahrenstellen angesprochen und öffentlich gemacht werden. Schließlich obliegen Unterführung sowie Querungshilfe dem Bund und Land, so Schneucker.

Anzahl der Verkehrsteilnehmer zählen

Da jedoch keine Daten vorliegen, wie viele Radfahrer und Fußgänger zu normalen Zeiten den Weg nutzen, sieht es der Bürgermeister als sinnvoll an, den Rad- und Fußverkehr an den betroffenen Stellen zu zählen. Eine Messung soll nach Beschlussvorlage im Frühjahr/Sommer, sobald die weiterführenden Schulen wieder geöffnet sind, vorgenommen werden.

Das Ergebnis der Messung am Fuß- und Radüberweg soll dann als Anlass genommen werden, um das Thema Geschwindigkeit an der Verkehrsschau erneut anzusprechen. „Es wäre interessant zu wissen, wie hoch die Fahrgeschwindigkeit der Fahrzeuge direkt an der Querungshilfe ist“, meinte Ratsmitglied Frank Krumm. Der Bürgermeister befand dies für eine gute Idee, denn die Geschwindigkeiten werden derzeit nur bei der Kreiseleinfahrt aus den Richtungen Eimeldingen und Haltingen gemessen. „Wir haben ein Messgerät vor Ort, daher können wir das jederzeit angehen.“

Rätin Nadja Lützel erkundigte sich, wer für die Pflege der Grünflächen bei der Unterführung zuständig ist. Sie wies darauf hin, dass gerade im Sommer ein kurz geschnittener Rasen zur besseren Übersicht in der Unterführung hilfreich sei. Schneucker versicherte, beim Land Druck zu machen und im Notfall den Werkhof zu beauftragen.

Die Gemeinderäte stimmten dem Beschluss zur Rad- und Fußverkehrsmessung sowie die Geschwindigkeit am Dreispitzkreisel anzusprechen zu.

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