Binzen Schneucker ist der klare Gewinner

Klare Bestätigung im Amt des Bürgermeisters: Andreas Schneucker (r.) freute sich über die Wiederwahl. Foto: Alexandra Günzschel

Binzen - Die Binzener haben am Sonntag ihren Bürgermeister im Amt bestätigt – und das mit einem klaren Ausrufezeichen. Andreas Schneucker erhielt 82,7 Prozent der Stimmen, seine Herausforderin, die Binzenerin Danijela Näslein, bekam 15,9 Prozent. Weniger als 100 Wähler machten gestern im Wahllokal noch ihr Kreuz.

Eine Überraschung fiel gestern aus. Vielmehr zeigte sich eine große Anzahl der Binzener von der Arbeit ihres Rathaus-Chefs überzeugt. Sie gaben ihm ihre Stimme. So kamen insgesamt 1087 zusammen. Das bedeutete zugleich einen Prozentanteil von 82,7, womit Schneucker sein Wahlergebnis von 2012 noch verbessern konnte und auch sein Wahlziel erreichte. Seinerzeit erhielt er rund 79 Prozent der Stimmen. Das freudige Strahlen musste der frisch wiedergewählte Amtsinhaber zeitweise aber aufgrund der Hygienebestimmungen hinter einer Maske verbergen.

Die Bürger hatten die Wahl, wobei der Binzenerin Danijela Näslein nur absolute Außenseiter-Chancen eingeräumt wurden. Letztlich machten bei ihr 210 Wähler ein Kreuz auf dem Stimmzettel. Einen Achtungserfolg konnte sie damit erzielen.

Der Urnengang fand coronabedingt unter besonderen Bedingungen statt. So waren die Binzener dazu aufgerufen worden, möglichst die Briefwahl zu nutzen. Zum Schluss hatten 1239 Wähler davon Gebrauch gemacht. Das einzige Wahllokal war in der Gemeindehalle, wo lediglich 80 Stimmen gezählt wurden.

Unterm Strich stand damit eine Wahlbeteiligung von knapp 59 Prozent zu Buche, womit die Hoffnung von Frank Krumm, Leiter des Wahlausschusses, nicht ganz in Erfüllung ging. Er hatte gehofft, dass die 61 Prozent Wahlbeteiligung von 2012 erreicht oder verbessert werden kann.

Ruhig ging es am Sonntag also in der Gemeindehalle zu, wo der einzige Wahlbezirk eingerichtet worden war – sonst gab es in Binzen immer zwei Wahlbezirke. Bei der rege genutzten Briefwahl kam es allerdings verstärkt zu fehlerhaften Stimmabgaben, die nicht gewertet werden konnten. 49 der 1288 Briefwähler wurden nicht zugelassen.

Andreas Schneucker: 1087 Stimmen, 82,7 Prozent

Danijela Näslein: 210 Stimmen, 15,9 Prozent Andere: 17 Stimmen Wahlbeteiligung: 1314 Stimmen, 58,87 Prozent

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